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Experten im Interview: Oliver Geithe über Energieeinsparungen durch Heizkörpertausch

(18.2.2026) Im Interview beantwortet Oliver Geithe, Leiter Zehnder Solutionmanagement Heizkörper und Lüftung, Fragen darüber wie der Heizkörpertausch für effiziente Energieeinsparungen sorgen kann.

Oliver Geithe, Leiter Zehnder Solutionmanagement Heizkörper und Lüftung.
(Foto: Zehnder Group Deutschland GmbH)
 

Frage: Wie bewerten Sie den Heizkörperaustausch als effiziente energetische Sanierungsmaßnahme? 

Oliver Geithe: Der Austausch von Heizkörpern ist eine äußerst sinnvolle Sanierungsmaßnahme, die in puncto Einsparpotential oftmals unterschätzt wird. So sind bei der Wärmeübergabe laut Angaben des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie Energieeinsparungen zwischen 15 bis 20 % möglich. Die Angaben beruhen auf der Annahme, dass bei korrekter Planung, Auslegung und Installation von Heizkörpern in einem Gebäude mit dem entsprechenden aktuellen Wärmeschutzniveau die Raumtemperatur um bis zu 3 °C abgesenkt werden kann. Dies führt dann zu den aufgeführten Einsparungen.

Diese Energieeinsparung erreicht man dadurch, dass moderne Niedertemperatur-Heizkörper mit einer um 3 °C niedrigeren Betriebstemperatur das gleiche Wärmeempfinden im Raum erreichen im Vergleich zu den alten Heizkörpern. Die Energieeinsparung ist in etwa vergleichbar mit dem Fensteraustausch oder der Abdichtung des Kellerbereichs. Zudem läuft eine Erneuerung der Heizkörper relativ einfach, ohne viel Schmutz und Lärm ab – bei kurzer Amortisationszeit. 

Frage: Wenn man sich nun zuerst für die Erneuerung der Heizungsanlage entschließt, kann ich dann die alten Heizkörper auch später noch austauschen? 

Oliver Geithe: Das wäre am falschen Ende Geld gespart! Die Heizungsanlage inkl. Wärmeerzeugung und -verteilung ist ein sensibles Gesamtsystem, bei dem alle Komponenten aufeinander abgestimmt sein müssen. Wird nun ein regenerativer Wärmeerzeuger installiert, dann sollten natürlich auch die Heizkörper mit niedrigen Systemtemperaturen kompatibel sein. Ansonsten kann die beabsichtigte Energieeinsparung schnell verpuffen: Hohe Vorlauftemperaturen, lange Reaktionszeiten oder ungleiche Wärmeabgabe wären mögliche negative Konsequenzen. Mit modernen Niedertemperatur-Heizkörpern ist man daher auf der sicheren Seite.

Frage: Worauf sollte man beim Heizkörperaustausch unbedingt achten? 

Oliver Geithe: Zunächst sollten neue Heizkörper vom Fachhandwerker in puncto Baugröße und Leistung auf die jeweiligen räumlichen Bedingungen optimal ausgelegt werden. Dann sollte man darauf achten, dass es sich auf jeden Fall um spezielle Austauschmodelle handelt, die millimetergenau auf die vorhandenen Rohrleitungen der alten Heizkörper passen. Somit entfallen mühsame Aufstemmarbeiten mit Schmutz, Lärm und zusätzlichen Kosten. Viele Heizkörperhersteller – wie natürlich auch Zehnder – bieten heute spezielle Austauschheizkörper an.

Frage: Apropos Zehnder: Welche speziellen Austauschheizkörper hat der Raumklimaspezialist aus Lahr für Niedertemperatur-Anwendungen in seinem Portfolio?

Oliver Geithe: Da darf ich unseren Zehnder Nova Neo hervorheben, optimal ausgelegt auf die niedrigen Vorlauftemperaturen regenerativer Heizsysteme wie beispielsweise der Wärmepumpe. Zudem erzielt Zehnder Nova Neo dank zuschaltbarer Lüfter gerade bei niedrigen Systemtemperaturen eine im Vergleich zu herkömmlichen Produkten bis zu dreifache Heizleistung. Dadurch verkürzen sich die energieaufwändigen Aufheizphasen deutlich – besonders relevant bei Kälteeinbrüchen.

Frage: Gibt es für Niedertemperatur-Heizkörper eigentlich auch eine Förderung?

Oliver Geithe: Bei einer Erneuerung der Heizungsanlage inklusive Austausch der alten Heizkörper können Immobilienbesitzer verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. Solange die Vorlauftemperatur der neuen Heizungsanlage bei maximal 55 °C liegt, wird dabei auch der Einbau von neuen Heizkörpern gefördert.

Nähere Informationen zur Förderung beim Heizkörperaustausch gibt es auf der Zehnder Website unter zgde.gmbh/tu77.

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