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Wie Knauf in ehemaliger Schokoladenfabrik Türen in die Tasche steckt ...

(26.7.2007) Ein zuckersüßes Königreich, das war die alte Leipziger Schokoladenfabrik von Wilhelm Felsche früher (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps). Riesige Räume, in denen riesige Bottiche standen und weiß kostümierte Menschen braune Köstlichkeiten erschufen. Mitten im vornehmen Villenviertel Gohlis, ein paar Meter entfernt vom Gohliser Schlösschen befand sich hier, in einem wirklich schönen Industriebau, die Heimat der Leipziger Schokoladenkunst. Das änderte sich zu DDR-Zeiten. Der Bau wurde geräumt und in ein Entwicklungs- und Prüfzentrum für hydraulische Instrumente umgewandelt. Später stand er leer. Bis, ja, ...


... bis die Immobiliengesellschaft Jus AG die exklusiv gelegene Industriebrache entdeckte und durch das Architekturbüro Gregor Fuchshuber und Partner in eine genauso exklusive Wohnanlage verwandeln ließ. Das Ergebnis ist ebenso vielseitig wie luxuriös. Von klassischen Mehrzimmer-Wohnungen bis zu riesigen, modernen Lofts beheimatet das Gebäude inzwischen eine vielfältige Palette von Wohntypen. Eines ist jedoch allen Einheiten gemein: Die Wohnungen haben Platz und dieses kann zudem optimal genutzt werden.

Sicher hätte der Architekt Küchen und Wohnräume oder Wohn- und Arbeitsbereiche oder etwa Ess- und Aufenthaltszonen lediglich direkt von den Fluren aus erschließen können. Sicher hätte er auch Flügeltüren als variable Verbindungsschleusen zwischen den verschiedenen Bereichen verwenden können. Stattdessen entschied er sich mehrfach für Schiebetüren. "Dadurch wirken die Räume wesentlich großzügiger", begründet Gert Ingulf Müller, Partner im Architekturbüro Gregor Fuchshuber & Partner, fdie Entscheidung. Diese Lösung sei optimal, wenn Räume einerseits quasi grenzenlos ineinander übergehen sollten, auf der anderen Seite hingegen auch abgeschlossen werden müssten. "Flügeltüren stehen in geöffneter Form meist im Weg herum. Das stört. Schiebetüren hingegen verschwinden elegant in der Wand." Dass dieses Angebot mit extrem schlank dimensionierten, nur 100 mm dicken Knauf Wänden kombinierbar sei, erlaube besonders platzsparende Varianten.

Hohe Räume fordern große Türen

Bei gigantischen Raumhöhen von bis zu 4,50 m durften auch die Türen der ehemaligen Schokoladenfabrik überdimensional groß sein. So finden sich hier eine Reihe zweiflügeliger Schiebetüren mit 2,40 m Breite und 2,40 m Höhe. Geschlossen verstecken sie sich dank des Knauf Krona Kit Futura Beschlagsatzes in Taschen aus einfach beplankten Knauf-Ständerwänden. Den Einbau des Schiebetür-Systems bewerkstelligte der Trockenbauer gleichzeitig mit dem Stellen der Wand. Die Türen und - zum Teil - auch die Zargen baute der Schreiner ein.

Wenn Räume statt Flure eine Wohnung erschließen

Entsprechend den Wünschen der Eigentümer kamen sehr unterschiedliche Lösungen zum Zug. Zum Beispiel in einem Penthouse, in dem drei Zimmer aufeinander folgen: der Wohnraum, das Esszimmer und ein weiterer Raum, der gegebenenfalls als Büro genutzt werden kann. Das Esszimmer als Durchgangszimmer erschließt darüber hinaus noch die Küche. Drei Türen in einer Ecke? Mit normalen Flügeltürlösungen würde dies chaotisch und ungemütlich wirken. Davon abgesehen, dass die kleine Küche bei offener Türe kaum mehr nutzbar wäre. Würden sich hingegen alle Flügel zum Esszimmer hin öffnen, würde dieses wie ein ungemütlicher Durchgangsbereich anmuten. Mit den gewählten zweiflügeligen Schiebetüren hingegen strahlt der Raum bei geöffneten Türen großzügige Eleganz aus, bei geschlossenen Türen wohlige Ruhe.

Eine andere Wohnung hatte das Problem, dass das kleine, quadratische Esszimmer sowohl den Durchgang zur Küche als auch zum Wohnraum darstellt. Eine reguläre Flügeltüre hätte dieses Zimmer im geöffneten Zustand zur Hälfte ausgefüllt. Eine Nutzung wäre unmöglich gewesen. Oder sie hätte alternativ in den Wohnraum geragt und hätte ihn zusammen mit zwei weiteren Türen zum Durchgangsflur degradiert. Die zweiflügelige Schiebetür hingegen öffnet den Raum weit zum Nachbarzimmer hin, ohne zu stören.

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