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geoSTON von Klostermann: Ökopflaster mit Schadstoff-Filter

(6.2.2008) Wasserdurchlässige Pflasterbeläge sind gut für die Umwelt. Und der Gewässerschutz? Das geoSTON-Ökopflaster von Klostermann hat eine Antwort auf diese Frage. Schauplatz ist der Firmensitz der Maschinenbau Scholz GmbH & Co. KG.


Im münsterländischen Coesfeld entstanden 2007 ein neues Verwaltungsgebäude und weitere Fertigungsstätten. Darüber hinaus eine Stellplatzanlage mit rund 5000 m² Größe - der Einsatzbereich für einen ökologisch hochwirksamen Flächenbelag mit dem Pflastersystem geoSTON protect von Klostermann. Dabei handelt es sich um die erste umweltgerechte Pflasterbauart mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt).

Die Entwicklung verspricht erhebliche Vorteile für den Gewässerschutz. Das Prinzip: Das Niederschlagswasser versickert durch die haufwerksporigen Pflastersteine, Fugen und Bettung in tiefere Bodenschichten. Dabei filtert die Pflasterdecke Feinstpartikel, die mit Schadstoffen aus dem Fahrzeugverkehr und der Luftverschmutzung angereichert sind. Darunter Mineralölkohlenwasserstoffe aus Ölverlusten von Pkws und Schwermetalle wie Blei und Cadmium. Wie in der Bauartzulassung gefordert, sind die Pflasterbeläge regenerierbar. Die Technik dazu heißt geocleaning - ein Spül-Saug-Verfahren, bei dem die Oberflächen tiefenporig mit Wasser gereinigt werden.

Besonderer Aufbau

Für den so genannten Flächenbelag zur Behandlung und Versickerung von Niederschlagsabflüssen von Verkehrsflächen ist ein besonderer Aufbau vorgesehen. Hierzu zählen Pflastersteine der Produktreihe geoSTON protect mit feinporigem Micro-Vorsatz als Filterschicht sowie Fugen- und Bettungsmaterial nach Bauartzulassung:


Die spezielle Betonrezeptur des Steins und die vorteilhaften Eigenschaften der Pflasterdecke sind laut Klostermann das Ergebnis langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die hydrogeologische Beratung bei diesem Objekt leisteten Wasserwirtschaftler und Fachingenieure der Münsteraner HydroCon GmbH (siehe auch Beitrag "Ökopflaster mit Schadstoff-Filter" vom 18.8.2006).

Übrigens: Gekoppelt ist der Flächenbelag in Coesfeld mit umweltfreundlicher Wärme- und Kühltechnik. Stichworte sind Erdwärme-Kollektoren und Kompressions-Wärmepumpen. Die Kollektoren befinden sich etwa 1,30 m unter dem Pflasterbelag. Mit einer Betonkernaktivierung von Fertigteilmodulen innerhalb des Gebäudes kombiniert versorgt sich der Neubau in diesen Energiefragen autark. Für die Hochbau- und Freiraumplanung zeichnete der Coesfelder Andreas Bodem (Architekt BDA Dipl.-Ing.) verantwortlich.

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