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Renaissance der Großstädte - eine Zwischenbilanz der BBSR-Studie

(13.9.2011) Nach einer einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raum­forschung (BBSR) verzeichneten die zehn am stärksten wachsenden Großstädte zwi­schen 2000 und 2009 ein Plus von rund 350.000 Einwohnern. Am beliebtesten war München (+120.000), gefolgt von Dresden (+45.000), Berlin (+38.000), Stuttgart (+35.000), Köln (+30.000) und Hamburg (+24.000). Für die Analyse wurden kommu­nalstatistische Daten von 85 Städten bis auf Stadtteilebene ausgewertet.

Der Leiter der BBSR-Studie, Stadtsoziologe Jürgen Göddecke-Stellmann, betont dass in stark wachsenden Großstädten durch die räumliche Nähe von Firmen und For­schungseinrichtungen und viele Unternehmensansiedlungen sowie wirtschaftliches Wachstum vor allem gut ausgebildete Beschäftigte und Freiberufler angelockt würden, für die neben dem Beruf auch die Lebensqualität der Städte entscheidend sei.

In vielen Großstädten konnte zusätzlich benötigter Wohnraum durch die Revitalisierung innerstädtischer Lagen geschaffen werden. Der wirtschaftliche Strukturwandel, die Konversion militärisch genutzter Flächen und nicht mehr benötigte Verkehrsinfrastruk­tur haben Platz für neue Stadtquartiere freigemacht. Beispiele dafür sind ...

  • die HafenCity in Hamburg,
  • die Rummelsburger Bucht in Berlin,
  • das Phoenix Areal in Dortmund,
  • der Layenhof in Mainz oder
  • das Vauban-Viertel in Freiburg.

Das BBSR hat mehr als 180 solcher Quartiere identifiziert.

schrumpfende Städte

Während die starken Wirtschaftzentren in den vergangenen Jahren viele hochqualifi­zierte Beschäftigte anzogen, verloren die zehn am stärksten schrumpfenden Städte haben zwischen 2000 und 2009 etwa 160.000 Einwohner. Unter diesen weniger wirt­schaftsstarken Kommunen finden sich sowohl ost- als auch westdeutsche, wobei die westdeutschen Städte alle im Ruhrgebiet liegen. Die größten Verlierer sind Es­sen (-24.000), Duisburg (-23.000), Gelsenkirchen, Chemnitz (-16.000) und Wupper­tal (-16.000).

Die schrumpfenden Städte sind zudem besonders von der Alterung der Bevölkerung betroffen, insbesondere in den Stadtrand-Gebieten. "Die Stadtränder überaltern, darauf müssen sich viele Kommunen einstellen", erläutert Göddecke-Stellmann. "Der Bedarf an Schulen, Kindergärten und -tagesstätten wird dort abnehmen und die Nachfrage nach altengerechten Einrichtungen und Angeboten steigen."

Die Studie ist in der Reihe "BBSR-Berichte KOMPAKT" erschienen. Die Ausgabe 9/2011 kann unter dem Stichwort "Renaissance der Großstädte" per E-Mail an BBSR  kostenfrei angefordert werden. Eine PDF-Version ist auf der Internetseite des BBSR unter bbsr.bund.de > Veröffentlichungen verfügbar.

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