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Denkmalschutz und Energieeffizienz schließen sich bei Fenstern nicht gegenseitig aus


Foto: VFF + TMP Fenster + Türen / Retusche: Baulinks (Bild vergrößern)
  

(20.6.2013) „Liebhaber klassischer Architektur legen Wert auf hohe Decken, breite Treppenhäuser sowie reichhaltig verzierte Räume und Fassaden. Der große Nachteil: Sind alte Fenster und Türen verbaut, hapert es oft mit der Wärmedämmung und in der kalten Jahreszeit entsteht durch verzogene Rahmen und früher übliche Einfachverglasungen ein eiskalter Luftzug, gegen den man kaum anheizen kann“, erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn. Eine Lö­sung für dieses gravierende Problem bieten spezialisierte Fens­ter- und Fassadenfachbetriebe. Sie können heutzutage selbst komplizierte Aufgabenstellungen realisieren, die ganz nah am Original liegen, gleichzeitig aber viel effizienter, sicherer und komfortabler sind.

Nicht erst wenn es im Altbau windiger ist als vor der Tür, wird es höchste Zeit, sich um neue Fenster und gegebenenfalls Türen zu kümmern. Dies sollte natürlich immer im Einklang mit dem Denkmalschutz ge­schehen. „Empfehlenswert sind dabei neue Fenster mit klassischer Optik oder die Er­gänzung der alten Fensteranlage mit neuen Elementen, die sich perfekt in das Ge­samtbild des Hauses einfügen“, so Tschorn.

Die alten Holzfenster des historischen Mannheimer Herschelbades, das im Krieg zerstört wurde, waren teilweise provisorisch durch Glasbausteine ersetzt worden. Fotos: VFF / N. Gladrow (Stadt Mannheim) und Dr. B. Hollinger (Alucon); siehe auch Beitrag „Altbaufensterprofil aus Aluminium fürs Herschelbad in Mannheim“ vom 9.11.2012

  
Von der Denkmalbehörde zum neuen Fenster

Bevor man sich an das Modernisierungsprojekt heranwagt, sollte auf jeden Fall das Gespräch mit der zuständigen Denkmalbehörde gesucht werden. Diese muss das Vor­haben nach Prüfung aller Unterlagen erst noch genehmigen. „Ziel des Denkmalschut­zes ist immer der Erhalt des Originals. Wenn dies nicht sinnvoll bzw. machbar ist, müs­sen Lösungen umgesetzt werden, die überwiegend dem historischen Vorbild entspre­chen“, erklärt Tschorn. Dies gelte in der Regel sowohl für die Art der Konstruktion, als auch für die verwendeten Materialien, die Profilierung, die Oberflächenbehandlung so­wie die Art der Montage. „In all diesen Belangen soll und muss dem ursprünglichen Charakter des Hauses Rechnung getragen werden.“ Dies gelte allerdings nicht für die Punkte Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort: „Hier darf natürlich aus dem Vollen geschöpft werden. Es gibt Lösungen von gut und preiswert bis hin zu High-end-Vari­anten in Form von perfekt ausgebildeten Nachbauten. Diese bieten eine verbesserte Wärmedämmung, einen erhöhten Schallschutz, sie sind leicht zu öffnen und zu schlie­ßen und auch Einbrecher haben an ihnen keine Freude mehr“, ergänzt Tschorn.

Bis ins Detail ...

Für den Einbau in denkmalgeschützte Gebäude können Wärmedämmfenster hergestellt werden, die dem Original bis ins Detail nachempfunden sind. Mit filigranen Profilleisten und extra angefertigten äußeren Blendrahmen wirken sie wie einfach verglaste Fens­ter, besitzen jedoch eine viel bessere Wärmedämmung.

Nicht minder interessant sind Verbundfenster aus zwei Flügeln, die sich wie ein Ein­fachfenster öffnen und schließen lassen. Dank ihrer schmalen Profile sehen sie dem alten Original täuschend ähnlich. Am aufwändigsten ist schließlich der exakte Nach­bau historischer Einfachfenster mit neuester Technik, die wie exakte Kopien der klas­sischen Vorbilder aussehen, gleichzeitig aber effizienter und komfortabler sind. „Für alle Varianten gilt: Neben den traditionellen Rahmenwerkstoffen Holz oder Metall kön­nen auch Fensternachbauten aus Kunststoff, Metall oder Kombinationswerkstoffen eine originalgetreue Optik gewährleisten. Sie erfüllen alle technischen Voraussetzun­gen von heute und wahren trotzdem den Stil der damaligen Architektur“, schließt Tschorn.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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