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Simulationsprogramm GeoT*SOL für Wärmepumpen marktgerecht aktualisiert

(15.2.2019) Mit der überarbeiteten Version 2019 von GeoT*SOL erweitert Valentin Software den Einsatzbereich seines Auslegungsprogramms für Wärmepumpensysteme. Berechnet und simuliert werden können wie bisher schon ...

  • Luftwärmepumpen,
  • Erdwärmepumpen mit bis zu 100 m tiefen Sonden und
  • Wärmepumpensysteme, die das Grundwasser oder horizontal ins Erdreich verlegte Erdwärmekollektoren als Wärmequelle nutzen.

Das Programm berechnet neben der Arbeitszahl die Jahresenergieerträge und macht Aussagen zur Wirtschaftlichkeit sowie zur Schadstoffreduzierung gegenüber konventionellen Systemen.

Neu: bivalente Anlagen

Neben monovalenten und monoenergetischen Anlagen wurden jetzt auch neue bivalente Systeme mit zusätzlichen Wärmeerzeugern aufgenommen. Somit ist es möglich, Bestandsanlagen mit Brennwertgeräten, Kompaktheizzentralen und anderen Heizkesseln zu simulieren, die um eine Wärmepumpe erweitert werden. Auch Neuanlagen mit einem konventionellen Wärmeerzeuger als Backup können nun abgebildet und optimiert werden.

Neben den Wärmepumpen können auch alle Wärmeerzeuger aus einer umfangreichen und aktuellen Datenbank mit annähernd 1.600 Geräten ausgewählt werden. Für die Simulation kann die Betriebsweise aus einer großen Anzahl von möglichen Kombinationen aus monovalenten, monoenergetischen und bivalenten Anlagen mit parallelem, teilparallelem oder alternativem Betrieb ausgewählt und parametriert werden.

eingearbeitete VDI 4650 (2016)

Wie die Vorgängerversion ermittelt auch GeoT*SOL 2019 die Jahresarbeitszahl auf der Basis von Minutenwerten. Diese Zahl gibt den Quotienten aus der gelieferten Wärme und dem Stromverbrauch an. Ergänzend zum Simulationsergebnis berechnet die Software die Jahresarbeitszahl entsprechend der VDI 4650, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Bewilligung von Förderanträgen fordert.

Die neue VDI 4650 mit Stand 2016 beruht hauptsächlich auf Feldmonitoringprojekten des Fraunhofer ISE und bildet somit Wärmepumpenanlagen realistischer ab. Nach wie vor sind u.a. leistungsgeregelte Wärmepumpen sowie Wärmepumpen mit einer Unterstützung durch thermische Solaranlagen in GeoT*SOL vorhanden. Ab dem 16. März 2019 ist für alle neuen Förderanträge beim BAFA die neue VDI 4650 (2016) anzuwenden. GeoT*SOL 2019 hat damit alle Voraussetzungen zur Anerkennung von Förderanträgen erfüllt.

Neu: Nachweise nach EEWärmeG und EWärmeG

Neben dem Nachweis nach VDI 4650 sind nun auch die Vorschriften nach dem Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) und nach dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) im Bereich Wärmepumpen und Solarenergie umgesetzt worden. Das in Baden-Württemberg gültige EEWärmeG ist für Bestandsanlagen, das bundesweit gültige EWärmeG ist für Neuanlagen anzuwenden. Bei Anlagen mit Solaranlage wird diese automatisch in den Ergebnissen von GeoT*SOL in Form des Erfüllungsgrades mitberücksichtigt. Das EEWärmeG ist erfüllt (Erfüllungsgrad gleich 100%), wenn der Wärmebedarf zu mindestens 15% aus Solarenergie oder mindestens 50% aus Geothermie und Umweltwärme gedeckt wird. Die Maßnahmen können kombiniert werden, um einen Erfüllungsgrad von über 100 % zu erreichen. Diese Ergebnisse werden in den Ausdrucken von GeoT*SOL 2019 direkt angegeben.

Kombination mit PV*SOL zur Ermittlung des Eigenstromverbrauchs aus einer PV-Anlage

Nach einer Simulation der Wärmepumpenanlage mit GeoT*SOL lässt sich über eine Schnittstelle zu PV*SOL, dem Simulationsprogramm für Solarstromanlagen, der von der PV-Anlage direkt an die Wärmepumpenanlage gelieferte Strom ermitteln, indem die zur Verfügung stehende PV-Anlage in PV*SOL mit der Wärmepumpe als Verbraucher simuliert wird. Damit lässt sich der Autarkiegrad einer bestehenden Energieversorgung sowohl für die Stromversorgung als auch die Wärmeversorgung eines Gebäudes genau bestimmen.

Weitere Informationen zu GeoT*SOL und PV*SOL können per E-Mail an Valentin Software angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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