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Startups auf der IFH/Intherm Ende April

(25.3.2022) Vom 26. bis 29. April 2022 wird die IFH/Intherm in Nürnberg, die Fachmesse für Sanitär, Haus- und Gebäudetechnik für die SHK-Branche ein wichtiger Treffpunkt sein. Erstmals dazu gehören in diesem Jahr auch die Startup-Pitches, bei denen sich 12 junge Unternehmen mit ihren neuen Ideen dem Publikum präsentieren wollen.

In Kooperation mit der VdZ bekommen 12 junge Gründer die Chance, ihre Unternehmen der SHK-Branche live vorzustellen. Zweimal täglich - um 11:00 und 15:00 Uhr - zeigen drei Startups im IFH/Intherm FORUM (Halle 7, Stand 7.401) in Pitch-Präsentationen ihre neuen Ideen und Lösungen. Der Trend geht dabei weiter sehr stark in Richtung Digitalisierung des Baugeschehens - die mittlerweile sämtliche Akteure erfasst, von der Planung und der Bauausführung über die TGA bis hin zum SHK-Handwerk.

Foto © GHM 

Trend zur Digitalisierung des Baugeschehens wird deutlich

Acht der Startups, die sich auf der IFH/Intherm präsentieren, zeigen Lösungen im Bereich Digitalisierung. Dabei setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte auf verschiedene Weisen. Welche Lösung mehr überzeugt oder für wen sie geeignet ist, wird damit zu einem spannenden Live-Moment auf der Messe.

Die Othermo GmbH hat sich die Transparenz, Fernüberwachung und Optimierung für Heizanlagen, Energiezentralen und Wärmenetze auf die Fahnen geschrieben. Nach eigenen Angaben entwickeln die Alzenauer eine Lösung zur herstellerübergreifenden Überwachung und Optimierung. Diese besteht aus einem IoT-Gateway, welches im Heizungskeller installiert wird, und einem Web-Portal. Die Kunden sollen so von einem effizienteren Störmanagement profitieren und außerdem in der Lage sein, den Energieverbrauch zu reduzieren.

Die openHandwerk GmbH mit Sitz in Berlin-Charlottenburg hat sich auf die Bereiche Projektplanung, Dokumentation und Rechnungswesen per Cloud spezialisiert. Das Ziel von openHandwerk ist, bei Handwerksbetrieben, Bauunternehmen und Servicegesellschaften durch die Digitalisierung Arbeitsprozesse im Büro und auf der Baustelle effizienter zu machen.

Die METR Building Management Systems GmbH, ebenfalls aus Berlin, bietet eine netzbasierte Plattform zur digitalen Bewirtschaftung von Mehrfamilienhäusern an. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um ein komplettes technisches Gebäudemanagement, das per Baukastensystem unkompliziert und je nach Bedürfnis individuell gestaltet werden kann.

Die IoT connctd GmbH, als dritter im Bund aus Berlin, will Hersteller und Dienstleister mit einer sicheren IoT-Plattform unterstützen.

Die Digital Building Industries (DBI) AG mit Sitz in Böblingen ist ein Startup der TMM Gruppe. DBI hat es sich zum Ziel gemacht, durch eine KI-gestützte Webanwendung die Gebäudeplanung weiter zu vereinfachen. Die Macher setzen dabei auf BIM.

Die Cendas GmbH aus Bochum wurde im Mai 2021 gegründet. Die von dem Startup entwickelte TGA-Software liest Baupläne aus und erstellt automatisiert zu jeder Aufgabe - z.B. einer Steckdose - ein Ticket an der richtigen Stelle im digitalen Plan. Die einzelnen Arbeitsschritte liegen als Checkliste hinter dem jeweiligen Ticket. Monteure auf der Baustelle arbeiten mit Tablets und haken erledigte Aufgaben ab.

Die 2020 gegründete wirbauen.digital GmbH bietet eine softwarebasierte Plattform für eine vollständig digitale und gewerkeübergreifende Baudokumentation an. Die Zielgruppen sind Handwerker, die die Koordination der Baustellen und die Darstellung der wichtigsten Kennzahlen verbessern wollen, sie spricht aber genauso auch Architekten und Generalunternehmer oder Bauherren und Bauträger an.

Die Perto GmbH wurde bereits im Dezember 2016 gegründet, hat also schon einige Erfahrung in der Praxis gesammelt. Das erklärte Ziel der Berliner ist, Energieverschwendung zu beenden und hohe Effizienzen in jedes Gebäude zu bringen. Perto bietet Immobilieneigentümern dazu einen Rundumservice an, der moderne Mess- und Regelungstechnik mit gewerkeübergreifender Installation und digitalem Projektmanagement verbindet.

Heiztechnik der Zukunft

Dass bei Heiztechniken in Zukunft vermehrt erneuerbare Energien im Zentrum des Interesses stehen, ist gewiss. Fossile Brennstoffe dienen in den nächsten Jahren vor allem in Form von Hybridkombinationen als Brückentechnologie. Startups@IFH/Intherm stellt vier Unternehmen vor, die sich im Trendfeld Heiztechnik der Zukunft bewegen und ihre Lösungen dem Messepublikum präsentieren.

Die SunOyster Systems GmbH aus Halstenbek im südlichen Schleswig-Holstein hat ein Solarhybridsystem auf den Markt gebracht, das CSP (Concentrated Solar Power) und CPV (Concentrated Photovoltaics) in einem Modul kombiniert, also einen Parabolspiegel mit PV:

foto © SunOyster Systems 

Ein recht neuer Marktteilnehmer auf dem umkämpften Markt der Wärmepumpen ist die OVUM Heiztechnik GmbH aus Kirchbichl. Die Österreicher bieten Wärmepumpen (Erdwärme, Luftwärme) für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser bis Gewerbe an. Das Unternehmen wirbt für sich mit einer völlig neuen Generation von Rücklaufwärmepumpen.

Die NEXOL Photovolthermic AG aus Mainz beschäftigt sich mit der Entwicklung von Warmwasserbereitern in Kombination mit Solarstrom. Konkret bietet NEXOL Boiler zur dezentralen Warmwasserbereitung an, die PV-Strom einbinden können.

Mixergy Ltd. aus Großbritannien bietet mit den Mixergy-Tanks spezielle Schichtspeicher an. Die Schichtung erfolgt hierbei von oben nach unten, was laut Mixergy im Vergleich zu anderen Schichtspeichern eine schnellere Erwärmung und geringere Wärmeverluste verspricht. Außerdem wird in den Mixergy-Tanks laut Hersteller nur das Warmwasser erwärmt, das benötigt wird. Das spare Energie und Geld.

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