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NRW-Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold: Nordrhein-Westfalen soll Spitzenland für Brennstoffzellentechnologie werden

(18.7.2001) Anlässlich der ersten Jahrestagung des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle NRW erklärte Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold: "NRW soll zu einem führenden Land in der Brennstoffzellentechnologie ausgebaut werden. Das Wirtschaftsministerium hat bisher 30 Millionen Mark Fördermittel für 17 Brennstoffzellen-Projekte bereitgestellt. Dieses hatte Investitionen von insgesamt 80 Millionen Mark zur Folge. Der Produktionsstandort wird kontinuierlich erweitert mit dem Ziel, eine Brennstoffzellenstackproduktion in NRW aufzubauen. Mit dem Forschungszentrum Jülich und dem neuen Zentrum für Brennstoffzellentechnologie an der Universität Duisburg wollen das Wirtschafts- und das Bildungsministerium die wissenschaftliche Kompetenz in NRW stärken."

Wissenschaftsministerin Gabriele Behler betonte: "Die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Brennstoffzellen ist für mich einer der wichtigsten Bereiche der Energieforschung."

An der Jahrestagung in der Akademie Mont-Cenis in Herne beteiligen sich rund 130 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um über die Fortschritte der letzten zwölf Monate zu diskutieren. Sie beraten über Themen wie "Stack-Design", "Brennstoffzellen-Gesamtsystem", "Marketing" und "Elektrotechnik". Eine Hauptaufgabe des Netzwerkes wird sein, weitere Akteure einzubinden und neue Projekte zu initiieren. Interessierte Unternehmen und Institute sind herzlich eingeladen, im Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW mitzuarbeiten.

Die Landesregierung hat seit 1988 knapp 900 Millionen Mark Fördermittel für ca. 42.000 Energieprojekte bereit gestellt. Hieraus ergab sich ein Investitionsvolumen von rund 4,5 Milliarden Mark. Vor fünf Jahren hat NRW mit der Gründung der Landesinitiative Zukunftsenergien eindeutige Weichen für die positive Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien gestellt und profitiert heute davon in hohem Maß.

Großes Entwicklungspotenzial haben die Brennstoffzellen, die Wasserstofftechnologie, die Solartechnologie, die Biomassenutzung, die Geothermie und insbesondere in NRW die Grubengasnutzung, die im Lande kräftig ausgebaut werden soll.

Die Landesinitiative Zukunftsenergien und das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW werden zudem neue Schwerpunkte setzen. Es werden neue Mitarbeiter direkt in der Emscher-Lippe-Region arbeiten. In enger Anbindung an die Geschäftsstelle im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium werden diese als Koordinatoren für Zukunftsenergieprojekte in der Region tätig. Professor Dr.-Ing. Hartmut Griepentrog, Projektleiter der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, wies in seinem Vortrag auf deren beispielhafte Entwicklung seit der Gründung im April 1996 hin. Nach der Initiierung durch das Wirtschafts- und das Bauministerium begannen elf Arbeitsgruppen ihre Aktivitäten. Mittlerweile sind das Wissenschafts- und das Umweltministerium dazugekommen, eine bislang bundesweit einmalige Kooperation. Aus den elf Arbeitsgruppen sind 17 Themenbereiche geworden. Neu hinzu kamen unter anderen die AG Außenwirtschaft, das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW und die Technologie-Initiative Geothermie. Aktuell werden jetzt die Arbeitsgruppen "Grubengas" und "Wasserstoff" aufgebaut. Über 3.000 Teilnehmer sind in den 17 Themenbereichen aktiv. Nach den Schätzungen der Landesinitiative sind bei rund 1.200 NRW-Firmen im Bereich erneuerbarer Energietechnologien etwa 10.000 Menschen beschäftigt - mit steigender Tendenz.

Professor Dr.-Ing. Detlef Stolten, Leiter des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle NRW wies den Weg ins Jahr 2010: "Die Brennstoffzelle hat das Potenzial, unsere Energiewelt nachhaltig zu verändern. Erste technisch sinnvolle Aggregate wird es in drei bis vier Jahren geben. Eine Marktdurchdringung ist bereits im nächsten Jahrzehnt zu erwarten. Besondere Bedeutung werden die Zellen in den Bereichen Transport, Hausenergie und Portable Systeme haben: Das bedeutet konkret in Bussen, in der Wärme- und Energieversorgung von Wohnungen sowie in Handies, Laptops und weiteren mitnehmbaren Elektrogeräten."

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