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Rauchmelder / Rauchwarnmelder sind Lebensretter - wenn sie rechtzeitig Alarm schlagen

(5.2.2004) Der Tod kommt lautlos, und er überwältigt seine Opfer im Schlaf. Beim Wohnungsbrand sind nicht die Flammen die größte Gefahr, sondern hochgiftige Rauchgase, die schon bei kleinen Schwelbränden freigesetzt werden. Und Brände entstehen meistens nachts. Wer nicht rechtzeitig aufwacht, hat kaum eine Überlebenschance. Rauchmelder könnten Leben retten – wenn sie sich früh genug melden. Das aber tun nicht alle.

Immer wieder müssen Experten feststellen, dass Brandgefahren unterschätzt werden: Die vertraute häusliche Umgebung wiegt die meisten Menschen offenbar in einer trügerischen Sicherheit. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Jährlich verzeichnet die Feuerwehr über 200.000 Brände in privaten Haushalten mit 600 Toten und 6.000 Schwerverletzten. Die Ursachen sind oftmals Bagatellen, wie vergessene Herdplatten, glimmende Zigarettenkippen oder defekte Elektrogeräte. Doch jeder noch so kleine Brand bedeutet eine existenzielle Gefährdung aller Hausbewohner. Denn das dabei entstehende Kohlenmonoxid führt bereits nach wenigen Atemzügen zum Tod. Im Ernstfall geht es also um Sekunden, um die mit Rauch gefüllte Wohnung zu verlassen. Mit Rauchmeldern, die frühzeitig Alarm schlagen und nachts auch Schlafende wecken, erhöht sich die Überlebenschance deutlich. Doch wie rasch reagieren die Geräte im Brandfall wirklich?

In Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Versicherer für Schadensverhütung (VdS) hat das Wissensmagazin "Planetopia", ausgestrahlt auf Sat 1, drei Rauchmelder geprüft. Beim Fernseh-Test schnitt das Gerät aus dem Fachhandel am besten ab, weil es am schnellsten reagierte: der Gira Rauchmelder. Die beiden anderen Alarmgeber benötigten dagegen bis zu 70 Sekunden länger - eine Zeitspanne, die im Brandfall tödlich sein kann.

In den USA und Großbritannien sind Rauchmelder Pflicht in Haus und Wohnung - in Deutschland nur in Rheinland-Pfalz (Stand Feb. 2004). Trotzdem ist es erschreckend, dass hierzulande nur 7 Prozent aller Privathaushalte mit den kleinen Lebensrettern ausgestattet sind. Private Vorsorge tut also Not. Die Feuerwehr rät zu Rauchmeldern in Schlaf- und Kinderzimmern, möglichst aber auch in Fluren und abgelegenen Räumen. Da der Gira Rauchmelder batteriebetrieben ist, also unabhängig von jeder Leitung funktioniert, ist eine Installation überall problemlos möglich. Im Falle eines Wohnungsbrandes weckt er die Bewohner mit einem lauten Warnton. Mit einer handelsüblichen 9-V-Batterie ist das Gerät rund drei Jahre betriebsbereit. Ein notwendiger Batteriewechsel und Störungen werden angezeigt, die Funktionsbereitschaft lässt sich jederzeit ausprobieren.

Das VdS-geprüfte Gerät von Gira ist ausschließlich im Fachhandel erhältlich. Der Weg zum Elektromeister lohnt sich. Ebenso wie der etwas höhere Preis. Denn den Rauchmelder-Signalton wird sicherlich niemand gerne hören. Doch wenn, dann bitte rechtzeitig.

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*) Seit Ende 2003 sind Rauchwarnmelder in Rheinland-Pfalz für Neubauten Pflicht - siehe Landesbauordnung §44, Absatz 8: "In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird." In dieser letzten Version wurde übrigens der Begriff "Rauchmelder" gegen "Rauchwarnmelder" ausgetauscht und der Satz "Die Rauchmelder müssen an die Stromversorgung der Wohnung angeschlossen sein." explizit gestrichen.

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