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20 Jahre Baustoff-Recycling in Deutschland

(10.11.2004) "Um genau diese Sicherung von Qualität und Güte, d.h. konkret um die Erfüllung sowohl bautechnischer aber insbesondere auch umweltverträglicher Anforderungen an Recycling-Baustoffe geht es der RAL-Gütegemeinschaft Recycling-Baustoffe e.V. mit Sitz in Berlin. Die Transparenz des Gütegedankens und des Verbraucherschutzes zugleich werden von ihr als vordergründige Ziele zum Wohle der Umwelt definiert", so der Vorsitzende der Gütegemeinschaft Berthold Heuser, im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens am Gründungsort in Bonn.

Die Mitglieder der Gütegemeinschaft seien sich bewusst, dass langfristig nur hochwertige Recyclingbaustoffe auf dem Markt bestehen können. Der Einsatz von qualitätsgeprüften Recycling-Baustoffen schone die Umwelt durch den Schutz natürlicher Ressourcen und der Einsparung von Deponieräumen. Vor 20 Jahren sei von der RAL-Gütegemeinschaft Recycling-Baustoffe e.V. - beginnend für die Stoffgruppe der Recycling-Baustoffe für den Straßenbau, dem klassischen und nach wie vor "meistbedienten" Einsatzgebiet - ein Güte- und Qualitätssicherungssystem im Einvernehmen mit den zuständigen Bundesministerien und den beteiligten Wirtschaftskreisen sowie der Wissenschaft und den Verbrauchern eingeführt worden, mit dem die Art und der Umfang der Prüfungen an wiedergewonnenen Baustoffen und damit die Qualitätsforderungen definiert wurden. Diesen folgten weitere Gütesicherungen für kontaminierte Böden, nichtkontaminierte Böden und Müllverbrennungsaschen, so der Vorsitzende der RAL-Gütegemeinschaft. Neutrale nach RAP-Stra anerkannte Gutachter hätten in der Zeit fast 10.000 Fremdüberwachungen im Rahmen der Gütesicherung bei den Mitgliedern der Gütegemeinschaft durchgeführt und den Nachweis erbracht, dass der Recycling-Baustoff seinen Anspruch als neues Produkt für den Einsatz in den definierten Einsatzgebieten sowohl bautechnisch als auch umweltgerecht entspricht. Dies wurde zwischenzeitlich auch durch Erlasse einiger Bundesländer nochmals ausdrücklich bestätigt.

Gerade die Qualitäts- und Gütesicherung habe dazu beigetragen, dass es der Baustoff-Recycling-Branche gelungen sei, in den letzten Jahren aus ca. 88 Mio. Tonnen angefallener Baurestmassen pro Jahr eine Menge von rund 62 Mio. Tonnen hochwertiger Recycling-Baustoffe als neues Produkt hergestellt und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt zu haben, so der Vorsitzende Heuser. Er müsse jedoch feststellen, dass durch immer höhere Ansprüche der Umweltseite an Recycling-Baustoffe eine Wettbewerbsverzerrung zu Primärrohstoffen entstehe, die in keinster Weise gerechtfertigt sei. Diese Tendenzen führten auch zu Zurückhaltungen insbesondere der öffentlichen Hand auf kommunaler Ebene beim Einsatz der RC-Baustoffe. Vor diesem Hintergrund sollte klargestellt werden, dass eine Ausschreibung der öffentlichen Hand ausschließlich für Primärbaustoffe gegen die Vorgaben des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sowie ausgewählter Landesabfallgesetze verstößt. Gerade hier befände sich die Baustoff-Recycling-Branche im Konsens mit Vertretern der Umweltseite in Anlehnung an vernommene aktuelle Äußerungen von NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn.

Deshalb sei es für ihn auch sehr positiv, dass der Präsident des RAL - Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. aufgrund der Verdienste um das RAL-Gütesicherungssystem im Rahmen der Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der Gütegemeinschaft die Jubiläumsurkunde des RAL überreicht habe. Dies bestätige einmal mehr, dass die Gütegemeinschaft auf 20 Jahre neutrale und unabhängige Güteüberwachung und Qualitätssicherung und ein allgemein anerkanntes normenähnliches Verfahren zurückblicken könne, so Heuser.
Wichtig sei für die nächsten Jahre, dass Politik und Auftraggeber gleichermaßen dazu beitragen, dass die Aufbereitungsquoten und die Einsätze von Recycling-Baustoffen weiter gesteigert würden, zum Wohle der Umwelt.

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