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Nach Corona: „Zuwanderung wird den Wohnraumbedarf weiter erhöhen“


  

(20.7.2020) „In der gegenwärtigen Corona-Krise ist es wichtig, Investitionen in den Wohnungsbau deutlich zu erleichtern und anzuregen. Der Bau-Turbo muss jetzt gezündet werden, um auch der zu erwartenden Zuwanderung gerecht zu werden,“ forderte Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, anlässlich der jüngst veröffentlichten Baugenehmigungszahlen - siehe auch „Im Mai 3,9% mehr genehmigte Wohnungen“ (Bauletter vom 15.7.2020)

Die Nachfrage nach Wohnraum insbesondere in den Städten mit einem breiten Arbeitsmarktangebot könnte nach der Corona-Krise auf zusätzliche 150.000 bis 250.000 Wohneinheiten pro Jahr steigen, erwartet der IVD. Der Verband stellt dabei Parallelen zur Finanzkrise 2008/2009 her, in deren Folge zwischen 300.000 bis 500.000 Personen aus Ländern der Europäischen Union nach Deutschland zuwanderten. Der überwiegende Teil kam aus Südeuropa. IVD Research rechnet mit einer ähnlich hohen Zuwanderung und zusätzlicher Nachfrage nach Wohnraum nach dem Ausklingen der Corona-bedingten Wirtschaftskrise.

(Nicht nur) dem IVD zufolge müssten in Deutschland jährlich ca. 350.000 neue Wohnungen gebaut werden. Laut Statistischem Bundesamt wurde 2019 in Deutschland der Bau von knapp 360.000 Wohnungen genehmigt. Insgesamt wurden aber nur 293.000 Wohnungen fertiggestellt - siehe auch Beitrag „Baufertigstellungen 2019: 2% mehr fertiggestellte Wohnungen und größter Bauüberhang seit 1998“ vom 4.6.2020.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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