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Bewegter Badehimmel in Salzburg aus Keramikdeckenziegeln von Tonality

(5.5.2021) Saunieren und schwimmen in architektonisch reizvoller Atmosphäre - das ist im neuen Paracelsus Bad & Kurhaus in Salzburg möglich. Der vom Wiener Architekturbüro Berger+Parkkinen entworfene Neubau präsentiert sich modern, puristisch und mit Blickbezügen zur Umgebung. Beim Bau wurde besonderer Wert auf die Wahl der Materialien gelegt. Aber nicht nur in diesem Sinne fügen sich die Ziegel der Tonality GmbH harmonisch in das designerische Gesamtbild ein. Die keramischen Elemente, die speziell für diesen Neubau entwickelt wurden, bilden eine geschwungene Wellendecke, die sich wie ein Himmelszelt über die Badelandschaft legt.

Fotos © Christian Richters 

Errichtet wurde das fünfgeschossige Paracelsus Bad & Kurhaus in unmittelbarer Nähe zur Salzach im Westen und dem im 17. Jahrhundert erbauten Schloss Mirabell im Süden (siehe Google-Maps). Der Neubau schreibt die Geschichte an diesem Ort auf besondere Weise fort: Denn an derselben Stelle befand sich schon seit 1868 das sogenannte „Actien-Badehaus“. Das nach dem Krieg von Architekt Josef Havranek als Nachfolgebau errichtete „Paracelsusbad“ im Stil der 1950er Jahre ist nach einer Betriebszeit von rund 60 Jahren nun zu Gunsten des Neubaus gewichen.

Badelandschaft mit Panoramaaussicht

Das neue Paracelsus Bad & Kurhaus zeichnet sich insbesondere durch seinen kompakten Baukörper aus. Die Fassade besteht aus vertikalen Keramiklamellen, welche im dritten Obergeschoss durch ein geschwungenes, raumhohes Lichtband unterbrochen werden. Hinter den Glasflächen befindet sich die Badelandschaft mit Sport-, Sprung-, und Kleinkinderbecken, Relaxpool sowie Liegeflächen.

Von dort genießen die Besucher eine eindrucksvolle Panoramaaussicht auf Salzburg und den unmittelbar angrenzenden Kurgarten. Während in den Sockelgeschossen das Kurhaus, die Umkleiden und der Eingang verortet sind, liegen Gastronomie und Saunabereich oberhalb der Schwimmhalle. Ein Außenpool mit Aussicht auf die Stadt ergänzt das Wellness-Angebot:

Geschwungene Wellendecke

Von besonderer Imposanz ist die geschwungene Decke über dem Badebereich. Sie besteht aus hunderten Tonality-Deckenziegeln, die eine Fläche von rund 980 m² einnehmen. Die glasierten Keramikkörper sind ...

  • 200 mm breit und
  • 284 bis 1.164 mm lang.

Farblich ordnen sich die Keramikziegel mit ihrer weiß glänzenden Oberfläche dem übergeordneten Farbkonzept der Badeumgebung unter, welche von den weißen und sandfarbenen Oberflächen der Wände und Böden geprägt ist. Lediglich die beleuchteten Schwimmbecken setzen Akzente und lassen die Decke in Teilbereichen leicht türkis erscheinen, so dass diese noch stärker den Eindruck eines Himmels vermittelt.

Hochwertige Tone aus dem Westerwald

Die verbauten Deckenziegel wurden aus hochwertigen, sinterfähigen Tonen aus der Westerwaldregion im Keralis-Sinterbrandverfahren hergestellt. Eine spezielle Beschichtung bewirkt dann noch das besondere Erscheinungsbild: „Die Heißglasurtechnik sorgt für eine sehr gute Verbindung zwischen der Glasur als sichtbare Außenschicht und dem keramischen Grundkörper“, erklärt Wolfgang Häußler, Geschäftsführer für Vertrieb und Unternehmensentwicklung der Tonality GmbH.

Für die Verwendung der Keramikziegel sprach vor allem die Oberflächenqualität. „Die elegante, natürliche Optik der Ziegel trägt zur angenehmen Atmosphäre im Bad bei - zusammen mit den anderen verbauten Materialien sorgen sie für ein stimmiges Gesamtkonzept“, so die Architekten Alfred Berger und Tiina Parkkinen. Den Ziegeln kommt darüber hinaus zugute, dass sie temperaturwechselbeständig, wasserfest sowie beständig gegenüber Säuren und Laugen sind. Damit eignen sie sich auch uneingeschränkt für den Schwimmbadbereich. Daneben gewährleistet die Farb-, UV- und Alterungsbeständigkeit, dass die Elemente über die gesamte Lebensdauer ihre Optik beibehalten und keine aufwendigen Wartungsarbeiten notwendig sind.

Schutz gegen äußere Einwirkungen

Überdies haben die Tonality-Ziegel ein vergleichsweise geringes Eigengewicht - ein Vorteil, der sich positiv auf die Dimensionierung der Unterkonstruktion auswirkte, die als abgehängte Decke konstruiert wurde. Hierbei ist jeweils ein Aluminium-Trägerkasten mit einem Tonality-Element versehen. Der gesamte Aufbau ist an Drahtseilen befestigt bzw. abgehängt.

Die Unterkonstruktion wurde unter sicherheitstechnischen Aspekten geplant. So verfügen die Ziegel auf der Rückseite über eine spezielle Haltekonstruktion: Sollte ein Ziegel durch äußere Einwirkungen wie beispielsweise Ballwurf oder Schlag brechen, verhindert diese Vorrichtung, dass sich größere Keramikteile lösen und herunterfallen. Stattdessen sollen sich die größeren Bruchstücke der Keramikziegel in der Haltekonstruktion verklemmen. Auf diese Weise wird auch der Sicherheit im Bad Rechnung getragen.

„Die Deckengestaltung in der Badeebene des Paracelsus Bad & Kurhaus ist außergewöhnlich. Mit Tonality haben wir einen Hersteller gefunden, der über das keramische Know-how verfügt, abseits vom Standard zu denken und zu produzieren. Dies gab uns die Möglichkeit, unsere Vision eines Badehimmels zu verwirklichen“, resümieren die Architekten.

Weitere Informationen zu abgehängten Keramikdecken können per E-Mail an Tonality angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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