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Timber Peak in Mainz: Holz-Hybrid-Bürogebäude mit Hochleistungs­dämmung

(28.1.2026) Im Mainzer Zollhafen entsteht mit dem Bürogebäude Timber Peak ein Holz-Hybrid-Hochhaus. Nach Angaben der UBM Development Deutschland GmbH handelt es sich um das erste Gebäude dieser Bauweise in der Stadt. Das Projekt kombiniert Holz- und Massivbauelemente mit einem integralen Energiekonzept. Für die Wärmedämmung wird der Hochleistungs­dämmstoff Foamglas T3+ eingesetzt. Das Gebäude ist für eine DGNB-Zertifizierung in Gold vorgesehen.

Der Timber Peak im Mainzer Zollhafen kombiniert Holz und moderne Baustoffe zu einem ressourcenschonenden und kreislaufgerechten Holz-Hybrid-Hochhaus. (Bild: UBM Development Deutschland GmbH) 

Das Projekt umfasst rund 9.500 m² Bruttogrundfläche und ist für Büro- und Gewerbenutzung ausgelegt. Bauherr ist die ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG, die Projektentwicklung liegt bei UBM Development. Foamglas T3+ wurde aufgrund seiner Wärmedämmeigenschaften, Druckfestigkeit und Nichtbrennbarkeit gewählt. Das Material war bereits in einem früheren Holz-Hybrid-Projekt von UBM, dem Timber Pioneer in Frankfurt am Main, im Einsatz.

Materialeigenschaften von Foamglas T3+

Foamglas T3+ besteht aus geschäumtem Glas und wird aus Recyclingglas sowie mineralischen Rohstoffen hergestellt. Durch den Herstellungsprozess entstehen vollständig geschlossene Glaszellen. Das Material ist anorganisch, nicht brennbar und entwickelt im Brandfall weder Rauch noch Gase. Es ist wasser- und dampfdicht und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Holz-Hybrid-Konstruktionen relevant, da Holz empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert.

Der Dämmstoff enthält keine ozonschädigenden Treibgase, Flammschutzmittel oder Fasern. Durch die geschlossene Zellstruktur bleibt das Material dauerhaft formstabil und trägt zum Feuchte- und Brandschutz der Konstruktion bei.

Foamglas T3+ schützt die Holz-Hybrid-Konstruktion des Timber Peak durch seine Druckfestigkeit, Nichtbrennbarkeit (A1) und Wasser- und Dampfdichtheit. (Bild: Koch Bedachungen GmbH) 

Tragfähig und leicht

Foamglas T3+ weist eine hohe Druckfestigkeit auf und eignet sich für tragende Anwendungen wie Flachdächer und Bodenplatten. Mechanische Belastungen durch Wind, Schnee oder Aufbauten können aufgenommen werden, ohne dass zusätzliche Verstärkungen erforderlich sind. Gleichzeitig besitzt das Material eine geringe Rohdichte von rund 115 kg/m³. Die Plattenformate von 600 × 450 mm erleichtern die Verarbeitung. Erhältlich sind Dämmstärken von 50 bis 200 mm.

Einbau im Timber Peak

Im Timber Peak wird Foamglas T3+ als Grund- und Gefälledämmung eingesetzt. Die Grunddämmung erfolgt mit 120 mm Plattenstärke. Darüber wird eine Gefälledämmung verlegt, die ein Dachgefälle von 1,1 % herstellt und die Entwässerung sicherstellt. Die Ausführung übernimmt die Koch Bedachungen GmbH. Die Platten werden mit Heißbitumen vollflächig verklebt.

Die hermetisch geschlossenen Glaszellen von Foamglas T3+ sollen Feuchteeintrag verhindern und die Holzelemente des Bürogebäudes dauerhaft vor Schimmel und Verformung schützen. (Bild: Koch Bedachung GmbH) 

Beitrag zum Energiekonzept

Mit einer Wärme­leitfähigkeit von λ 0,036 W/mK reduziert Foamglas T3+ Wärmeverluste und trägt zur Senkung des Energiebedarfs bei. Die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erfolgt über geothermisch aktivierte Bohrpfähle sowie adiabate Kühlung. Ergänzend wird Strom über Photovoltaikanlagen erzeugt. Ziel ist es, den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen im Betrieb deutlich zu reduzieren.

Foamglas wird aus Recyclingglas hergestellt und enthält keine flüchtigen organischen Verbindungen. Das Gebäude erfüllt die Kriterien der EU-Taxonomie für das Umweltziel Klimaschutz. Für das Projekt wird eine DGNB-Zertifizierung in Gold angestrebt.

Technische Gebäudesteuerung

Das Energiekonzept wird durch eine digitale Gebäudetechnik ergänzt. Sensoren erfassen Verbrauchsdaten und passen die Systeme an die Nutzung an. Laut Projektangaben sind dadurch Energieeinsparungen von bis zu 30 % möglich. Die geothermischen Bohrpfähle liefern jährlich rund 240 MWh Heizenergie und 80 MWh Kühlenergie.

Dank der Wärmeleitfähigkeit von 0,036 W/mK sowie vollständiger Nichtbrennbarkeit leistet Foamglas T3+ einen Beitrag zur Einhaltung der energetischen und brandschutztechnischen Anforderungen. (Bild: Koch Bedachung GmbH) 

Bautafel

Weitere Informationen können per E-Mail an Foamglas angefordert werden.

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