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(Temporäre) Wohnunterkünfte in modularer Holzbauweise

(17.8.2016) Modulbauten haben sich etabliert, wenn es darum geht, auf veränderte Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft zu reagieren - und sie müssen längst nicht immer aus Stahl errichtet werden: Das Unternehmen Cramo Adapteo baut seit über 30 Jahren modulare Räume aus Holz für Schulen, Kindergärten, Büros und Wohn­unterkünfte.


alle Fotos © Cramo Adapteo

Die Gebäude sind bis zu 3 Stockwerken hoch und können dank hohem Vorfertigungs­grad in vergleichsweise kurzer Bauzeit errichtet werden. Die Holzmodule verlassen das Werk mit kompletter Ausstattung, ob Bodenbeläge, Tapeten oder sanitäre Anlagen. Vor Ort werden sie aufgestellt und die Anlage ist direkt bezugsfertig.

Zur Erinnerung: Cramo Adapteo ist in Skandinavien Marktführer für temporäre Holzge­bäude. In Nordeuropa ist die Holzmodulbauweise für modulare Gebäude Standard und die Dämmung der Holzmodule für Polartemperaturen ausgelegt.

Konkret: Städtisches Wohnheim in Holzmodulbauweise

Zur Unterbringung von Asylbewerbern wurde in Großkrotzenburg ein Wohnheim für 100 Personen in Holzmodulbauweise errichtet. Durch die Vorfertigung der Holzmodule konn­te die Bauzeit vor Ort auf 3 Monate verkürzt werden.

Die 1.600 m² große Wohnunterkunft umfasst eine zweigeschossige Anlage mit abge­schlossenen Wohnbereichen von je 5 Einheiten pro Stockwerk. Die Holzmodulanlage wurde so geplant, dass sie sowohl für kleine Familien, Einzelpersonen und Großfamilien nutzbar ist. Die Bewohner sind in geräumigen Doppelzimmern untergebracht und teilen sich eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum.  Waschautomaten und Trockner stehen in jedem Gruppenbereich zur Verfügung.

Die Wohnunterkunft wurde so konzipiert, dass sie bei Bedarf dreigeschossig aufge­stockt werden kann. Der Untergrund wurde zunächst verdichtet und anschließend ei­ne Gründung mit Schraubfundamenten hergestellt. Weit über 500 Schrauben mit einer Länge von 2,10 m bis 5,80 m wurden für die Gründung verwendet. Zur weiteren Last­verteilung wurden  verzinkte Trägerprofile montiert.


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Für die Wohnanlage in Großkrotzenburg wurde ein Brandschutzkonzept umgesetzt, bei dem 3 Brandabschnitte mit Brandschutzmaßnahmen und einer flächendeckenden Brandmeldeanlage eingerichtet wurden. Die Sicherung der Fluchtwege hatte dabei oberste Priorität. Auch eine Sicherheit- und Fluchtwegbeleuchtung sowie Außenbe­leuchtungen sind Teil der Ausstattung der Wohnanlage. Die Außenanlagen wurden von der Gemeinde gestaltet.

Die modularen Gebäude aus Holz weisen dem Vernehmen nach Energiewerte auf, die deutlich unter den Werten der EnEV liegen. Dazu sind u.a. die Fenster 3-fach ver­glast. Der Energieverbrauch der Holzmodule im laufenden Betrieb ist sehr gering und kann durch die Verwendung von regenerativen Energiequellen, wie Solar oder Pellets, zusätzlich gesenkt werden. Bei der Wohnunterkunft in Großkrotzenburg wurden die Energiewerte durch die Installation einer zusätzlichen Warmwasserheizung mit Fern­wärme wesentlich verbessert.

Des Weiteren verfügen die Holzmodule über ein aktives Lüftungssystem mit Wärme­rückgewinnung. Jedes Stockwerk hat eine separate Lüftungsanlage, die in einem Technikmodul zentriert ist. Hierdurch werden kurze Leitungswege genutzt und die Frischluft strömt in die gesamte Anlage.

Für die Außenfassade verwendete Cramo Adapteo Faserzement-Platten, die durch ihre matte Optik an eine natürliche Steinfassade erinnern.

Weitere Informationen zu Modulbauten in Holzbauweise können per E-Mail an Cramo Adapteo angefordert werden.

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