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Nicht Luxus, sondern Zukunftsfrage: Ein Dachverband der europäischen Ingenieurkammern zeichnet sich ab

(2.11.2001) Standespolitische Ziele lassen sich nur durchsetzen, wenn organisierte Gruppen diese aktiv stützen. "Wenn wir es wollen, kann ein Dachverband der europäischen Ingenieurkammern zugleich Schnittstelle, Frühwarnsystem, Kontaktbörse, Schaufenster und Ansprechpartner der europäischen Ingenieure sein" erklärte der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dipl.-Ing. Karl Kling, vor der Vollversammlung der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg. Ein Dachverband der europäischen Ingenieurkammern sei "nicht Luxus, sondern von existenzieller Zukunftsbedeutung für den Berufsstand der Ingenieure".

Freiberuflichkeit sei ein europäisches Zukunftsmodell. Das unterstreiche die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 5. April 2001 und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 11. Oktober 2001, so Kling. Europa habe gezeigt, dass es der persönlichen Verantwortung bei der Ausübung freiberuflicher Tätigkeiten besondere Bedeutung beimesse. Diesem Anspruch gelte es, im politisch-administrativen Raum der Europäischen Union zusätzliches Gewicht zu verschaffen. "Legen wir deshalb von Beginn an die Herausforderung einer Mitarbeit in den Entscheidungsprozessen der Europäischen Union in die richtigen Hände. Verleihen wir der Vision eines von uns zu gründenden Dachverbandes der europäischen Ingenieurkammern, der intensiv mit allen anderen Ingenieurverbänden kooperiert, Gestalt" forderte Kling.

Eile sei geboten, "denn eine immer größere Zahl von auf europäischer Ebene verabschiedeten Rechtsnormen findet Eingang in unseren beruflichen Alltag". Exemplarisch nannte Kling das europäische Vertragsrecht, die Novellierung der EU-Vergaberichtlinien und die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen. Zwar würden die Ingenieurkammern am Entscheidungsfindungsprozess bei der Übertragung der europäischen Gesetzgebung in nationales Recht mitwirken können, häufig jedoch nur in untergeordneten Stufen und über den Umweg der Anhörung über die jeweiligen Fachministerien und -behörden.

Standespolitische Interessen würden sich in der Europapolitik aber nur dann wirksam vertreten lassen, wenn sie zu einem möglichst frühen Zeitpunkt gegenüber Kommission, Ministerrat, Parlament und den nationalen Vertretungen geäußert werden, postulierte Kling. "Ex post lässt sich kaum etwas richten." Eine adäquat personell und materiell ausgestattete Präsenz der europäischen Ingenieurkammern, welche die mit Fragen der Standespolitik befassten Kommissionsmitarbeiter dauerhaft entlastet und ihre Bereitschaft zur Kooperation fördert, sei daher eine Notwendigkeit.

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