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Wärmeverluste durch das Erdreich

(26.6.2004) Gebäude verlieren einen nicht zu vernachlässigenden Teil ihrer Wärme durch das Erdreich. Zwar sind die Wärmeverluste von erdberührten Bauteilen nur etwa halb so groß wie jene von an Außenluft grenzenden Bauteilen, aber für den Planer sind erdberührte Bauteile weit schwieriger zu behandeln. Deshalb war die 27. Sitzung des vom Passivhaus Institut durchgeführten Arbeitskreises kostengünstige Passivhäuser den erdberührten Bauteilen gewidmet. Der jetzt erschienene Protokollband stellt auf 174 Seiten das entscheidende thermische, statische und baupraktische Know-how zusammen.

Das Passivhaus Institut hat mit Simulationsrechnungen das in der aktuellen Normung zur "Wärmeübertragung über das Erdreich" (DIN EN ISO 13370) beschriebene Rechenverfahren überprüft. Die Genauigkeit des Verfahrens liegt bei der guten Wärmedämmung von Passivhäusern eher höher als bei schlechter gedämmten Gebäuden. Für alle Baustandards müssen jedoch einige Modifikationen und Fehlerkorrekturen empfohlen werden, die im Protokollband dokumentiert sind.

Gerade bei erdberührten Bauteilen ist eine völlige Vermeidung von Wärmebrücken oft nicht möglich. Der Band erläutert daher, wie Wärmebrücken im Rechenverfahren der Norm konsistent berücksichtigt werden können. Sinnvoll ist dabei eine Unterscheidung zwischen Wärmebrücken im Perimeterbereich und solchen, die über die Bodenplatte verteilt sind.

Weitere Inhalte des Bandes sind Analysen zur Notwendigkeit guter Wärmedämmung auch für erdberührte Bauteile, das Potential seitlich heruntergezogener Perimeterdämmungen ("Dämmschürzen"), der Einfluss fließenden Grundwassers und Besonderheiten bei Dämmung auf bzw. unter der Bodenplatte. Zusätzlich werden zahlreiche Konstruktionsvarianten für Passivhaus-Bodenplatten und -keller vorgestellt.

Der Arbeitskreis kostengünstige Passivhäuser wird getragen vom Hessischen Wirtschaftsministerium, der E.ON Energie AG (München) und der Wohnungsbaugesellschaft LUWOGE (Ludwigshafen). Das Passivhaus Institut (PHI) führt die Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch, deren Ergebnisse in den Sitzungen des Arbeitskreises präsentiert werden.

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