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Projektbericht: Klimatechnische Überlegungen für eine multifunktionale Eventhalle

(8.12.2006) Die neue Eventhalle ISS Dome ist jetzt der Austragungsort für die Heimspiele des Düsseldorfer Eishockey-Bundesligisten DEG Metro Stars. Für den Verein geht damit eine 71 Jahre dauernde Ära in der alten Eissporthalle Brehmstraße in Düsseldorf zu Ende. Der ISS Dome öffnete mit einem Tag der offenen Tür, zu dem über 20.000 Schaulustige kamen, und einem Eröffnungsspiel, bei dem die DEG Metro Stars mit einem Sieg gegen ihre Erzrivalen, die Kölner Haie, einen erfolgreichen Einstand feierten. Die Betreibergesellschaft DüsseldorfCongress verbuchte das Eröffnungswochenende als erfolgreichen Probelauf der multifunktionalen Eventstät­te - siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps.

Eventhalle ISS Dome - Klimatechnik mit Dralldurchlässen zur Luftverteilung

Ein flexibles Hallenkonzept ermöglicht die Nutzung auch für kulturelle Events und andere Sportveranstaltungen, für die der ISS Dome mit 1.800 m² Veranstaltungs­flä­che internationalen Anforderungen für Sportwettkämpfe genüge. Innerhalb von wenigen Stunden lassen sich die Banden für die Eishockey-Spiele demontieren und die Eisfläche durch Abdeckböden umrüsten. Bühnen lassen sich wahlweise an der Stirn- oder Querseite aufbauen.

Mit ihrer futuristischen Architektur bietet die neue Halle Sitzplätze für 13.400 Personen. Darüber hinaus stehen 37 Logen zur Verfügung, die zum Teil addierbar sind. Ein Club mit rund 1.000 m² Fläche biete eine gepflegte Barlounge-Atmosphäre und für kleinere Veranstaltungen gibt es weitere Tagungsräume. Alle Bereiche sind klimatisiert, um den Gästen einen möglichst hohen Komfort zu bieten.

Spezielle Anforderungen an die Luftverteilung stellt die Klimatisierung der Halle. Im Bereich der Hallendecke kamen deshalb Dralldurchlässe des Typs LDI/EV von Emco Klima zum Einsatz. Diese Durchlässe hat der Hersteller speziell für die anspruchsvolle Klimatisierung hoher Räume entwickelt. Die Durchlässe bestehen aus einem runden, metallenen Düsenkörper mit breit auslaufendem Rand. Vor dem Austritt durchströmt die Luft einen Leitapparat, der im wesentlichen aus sechs stufenlos elektrisch verstellbaren Schaufeln besteht. Damit lassen sich, wie der Hersteller mitteilt, in hohen Räumen Strömungsgeschwindigkeit, Eindringtiefe und Induktionsverhältnis nahezu beliebig den sich wechselnden Randbedingungen anpassen. Lieferbar sind die Dralldurchlässe mit Nennweiten von 250 bis 800 mm. Im ISS Dome kamen 24 Stück LDI/EV mit Nennweite 800 für einen Volumenstrom bis zu je 10.500 m³/h zum Einsatz.

Im ISS Dome, bei dem zwischen Hallendecke und Hallenboden eine Höhendifferenz von 23 m für die Lüftung zu überwinden ist, gibt es durch die Eisfläche weitere Besonderheiten zu berücksichtigen: Bei Eishockey-Spielen liegt der Sollwert der Zulufttemperatur je nach Jahreszeit zwischen 12 und 14 °C. Darüber hinaus muss die Luft sehr trocken sein, um Nebelbildung über der Eisschicht und Niederschlag zu verhindern. Die Eisschicht wirkt sonst wie ein Luftentfeuchter: Sie wächst an und mit der Stärke wächst auch der Energiebedarf für ihren Erhalt. Beim Betrieb als Konzerthalle ist hingegen eine Zulufttemperatur bis 28 °C vorgesehen. Auch hier muss der freie Luftstrom eine Weite bis kurz über dem Boden erreichen.

Durch die besonderen Temperaturbedingungen in der Eissporthalle herrscht auch direkt unter dem Hallendach die Gefahr der Kondensation von Wasser an den Konstruktionselementen der Decke. Zum Einsatz kamen hier vier kleinere Durchlässe des gleichen Typs mit 630 mm Nennweite. Die Luftströmung ist hierbei nach oben ausgerichtet, damit die Feuchtigkeit wirkungsvoll aus den gefährdeten Regionen abgeführt wird.

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