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Dynamische Fassade lässt Schüler besser lernen

(13.5.2009) Leicht futuristisch mutet der gläserne Neubau im bayerischen Neubiberg an, der die neue zweigliedrige Grundschule des Ortes beherbergt (siehe Google-Maps). Vor allem die großen Glasfronten der Grundschule fallen dem Betrachter sofort ins Auge und verleihen dem Lehr- und Lern-Gebäude einen transparenten Charakter. Durch seine großformatigen Senkrecht-Lamellen setzt sich das obere Geschoss klar vom Rest des Gebäudes ab - und scheint dabei fast zu schweben. Die in Rot- und Orange-Tönen gehaltenen Lamellen umschließen das obere Stockwerk fast komplett.


Tageslicht schafft angenehme Arbeitsatmosphäre

Im Mittelpunkt des Gebäudekonzepts stand für die Architekten und Projektplaner das Wohlbefinden der Schüler und Lehrer. Ihr Grundsatz: Erfolgreiches Lernen und ausreichendes Tageslicht gehören zusammen. Deswegen entschieden sie sich für eine Konstruktion aus beweglichen Lamellen, die genügend Licht in die Räume lässt und so eine angenehme und gesunde Arbeitsatmosphäre schafft.

Um die Klassenräume zu jeder Tageszeit optimal auszuleuchten, werden die Lamellen an der Süd-, West- und Ostseite dem Sonnenstand nachgeführt; an der Nordseite sind sie starr angebracht. Im Sommer soll so die flexible Fassade ein Aufheizen der Räume verhindern und im Herbst sowie Winter, wenn die Sonne besonders tief steht, störendes Blendlicht praktisch ausschließen.

Picolo XL bewegt Lamellen

Die Antriebe, die den Sonnenschutz bewegen, kommen aus Thüringen: Das Unternehmen Elero Linearantriebstechnik aus Pößneck stellt elektrische, lineare Schubspindelantriebe her. Ihre wichtigsten Vorteile: Sie bewegen Sonnenschutzelemente gradgenau und sind unempfindlich gegen Kälte, Hitze oder Staub.

Beim Projekt Neubiberg fiel die Wahl auf den Picolo XL. Mit seiner schlanken Bauform aus witterungsresistentem Edelstahl eignet sich der kompakte Antrieb besonders für den Einsatz in der anspruchsvollen Fassadenarchitektur:


Mit einer Kraft von 1.200 Newton bewegt der Picolo XL Photovoltaikelemente oder Großlamellen und fügt sich dabei unauffällig in das Gebäudebild ein. In Neubiberg wurden die Antriebe aus witterungsbeständigem Edelstahl quer am oberen Rand der Sonnenschutzelemente angebracht - so sind sie für den Betrachter des Gebäudes nicht zu sehen.

Gesteuert werden die Lamellen über ein zentrales Bus-System. So lässt sich die Fassade als Ganzes bewegen oder nach einzelnen Nutzungsbereichen auf den jeweiligen Sonnenstand einstellen. Um eine optimale Lichtausbeute in den Klassenräumen zu erreichen, können Lehrer und Schüler die Lamellen in fast allen Räumen auch separat ausrichten, um den Lichtbedarf der individuellen Lernsituation anzupassen.


Partner für die Installation der dynamischen Gebäudehülle war die Firma Colt International.

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