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(Studenten-)Wohnungsmärkte unabhängig vom Ruf der Uni

(14.9.2010) Die Höhe der Wohnungsmieten spielt bei der Wahl des Studienortes meist eine untergeordnete Rolle - trotz möglicher Einsparpotenziale für Studenten. Denn für Wohnungen mit einem mittleren Wohnwert müssen am Universitätsstandort München immerhin zehn bis 11,60 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Fällt die Entscheidung dagegen auf Frankfurt an der Oder, Chemnitz, Leipzig oder Ilmenau sind die Mietausgaben deutlich niedriger. Zwischen 3,30 und 4,80 Euro pro Quadratmeter werden an diesen ostdeutschen Universitätsstandorten verlangt.

"Preiswerte Mieten in Universitätsstädten sind jedoch nicht allein ein ostdeutsches Phänomen", sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. "Auch in den alten Bundesländern gibt es eine Reihe von Studienorten, an denen es sich preiswert wohnen lässt." In Kaiserslautern, Paderborn, Kassel oder Dortmund, werden zum Beispiel zwischen 4,00 und 4,80 Euro pro Quadratmeter berechnet.

"Die Preise in den deutschen Universitätsstädten haben sich in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich entwickelt", erklärt Schick. Die stärksten Anstiege gab es in Regensburg, Osnabrück und Konstanz. Dort erhöhten sich die Mieten seit 2005 um bis zu 20 Prozent. Beim absoluten Mietpreiswachstum nimmt München einen Spitzenplatz ein: Der Quadratmeterpreis für eine Altbauwohnung mit mittlerem Wohnwert stieg in der bayerischen Landeshauptstadt seit 2005 um 2,10 Euro. Noch stärker verteuerten sich die Mieten für Bestandswohnungen nur noch in Jena. In der Saalestadt hat der IVD einen Anstieg um 2,75 Euro beobachtet. In Dresden, Heidelberg, Leipzig und Ulm gaben die Wohnungsmieten dagegen in mehreren Kategorien nach.

Deutliche Differenzen gibt es auch bei den Kaufpreisen. Eltern, die ihren Kindern in München eine Studentenwohnung kaufen wollen, müssen erheblich tiefer in die Tasche greifen, als das bei einer äquivalenten Wohnung in Magdeburg der Fall ist. "Das ist im Grunde keine Überraschung", kommentiert Schick. "Erstaunlich ist nur die enorme Spanne zwischen den einzelnen Universitätsstandorten." In München würden derzeit für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert durchschnittlich rund 2.200 Euro für den Quadratmeter gezahlt, in Magdeburg seien es nur 350 Euro und in Kassel 550 Euro pro Quadratmeter.

Nach Auffassung des IVD entwickelten sich die Wohnungsmärkte an den untersuchten Standorten weitgehend unabhängig vom Ruf der Universität. "Die Einführung von Studiengebühren oder die Aufnahme einer Universität in das Exzellenz-Programm der Bundesregierung blieben bislang ohne Auswirkungen auf die Miet- und Kaufpreisentwicklung", erklärt Schick. "Veränderungen bei der studentischen Wohnungsnachfrage wirken sich nur in kleineren Universitätsstädten auf das Preisgefüge aus."

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