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Wohnungsneubau vor der Erholung

(24.10.2010) Der seit 1995 anhaltende Rückgang im Wohnungsneubau scheint 2009 seine Talsohle erreicht zu haben. Für 2010 kann mit einem moderaten Anstieg des Wohnungsneubaus gerechnet werden - Dies zeigt der von der KfW regelmäßig für die Wirtschaftswoche berechnete KfW-Indikator „Eigenheimbau“. So planten im September 2010 saisonbereinigt 36,1% der im Rahmen des KfW-Wohneigentumsprogramms geförderten Kreditnehmer einen Neubau oder den Erwerb eines neu gebauten Eigenheims. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat der Indikator um 2 Prozentpunkte zugelegt.

Darüber hinaus lässt das anhaltend günstige makroökonomische Umfeld mit rückläufiger Arbeitslosigkeit und niedrigem Zinsniveau erwarten, dass die realen Wohnungsbauinvestitionen 2010 insgesamt höher ausfallen werden als im vorjahr. Die amtlichen Indikatoren deuten ebenfalls auf eine allmähliche Erholung beim Wohnungsneubau hin: Im Vorjahrsvergleich lag die Anzahl der Baugenehmigungen für neu zu errichtende Wohnungen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 6,4% höher.

Für das Gesamtjahr 2010 rechnet die KfW nunmehr mit einem moderaten Anstieg des Neubauniveaus auf 146.000 Wohnungen. Dazu der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Norbert Irsch: „Diese Entwicklung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das derzeitige Niveau des hiesigen Wohnungsneubaus den auch zukünftig weiter steigenden Bedarf, insbesondere an alters- und energieeffizientem Wohnraum, nicht wird befriedigen können. Kommt es langfristig nicht zu einer deutlichen Steigerung der Neubauaktivität, wird sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zunehmend vergrößern.“

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