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18.000 m² Naturstein-Pflaster aus einer durchgängigen Kampagne für die Luxemburger Altstadt

(19.4.2017) Als die Verantwortlichen der Stadt  Luxemburg beschlossen, ihre Altstadt zu sanieren, hatten sie ganz konkrete Vorstellungen, was das Material des neuen Pflasters anbelangt: Beigefarbener Granit sollte es sein - und zwar 18.000 m² auf einen Schlag. Denn um eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen, sollte der Stein in einer durchgängigen Kampagne produziert werden. Eine Herausforderung, der sich das Berliner Steincontor Besco stellte.


alle Fotos © Besco GmbH

Zwar ist das Großherzogtum Luxemburg nach Malta der zweitkleinste Staat in der EU, aber in dem Nationenbund ist es dennoch ein wichtiges Mitglied. Immerhin ist die Hauptstadt des Landes neben Straßburg und Brüssel einer der Verwaltungssitze der EU. Wohl auch deswegen besitzen gut 70% der über 115.000 Stadtbewohner einen ausländischen Pass. Sie stammen aus mehr als 160 Staaten und machen Luxemburg - von seinen Einwohnern nur „d’Stad“ genannt - zu einer der multikulturellsten Hauptstädte in Europa. So multikulturell, dass den Luxemburgern und den Besuchern der attraktiven Stadt zukünftig China zu ihren Füßen liegt - zumindest in Form des beigefarbenen Belgrano Natursteins A212 von Besco, mit dem d’Stad bis 2021 den Boden ihrer Altstadt verschönern wird - zumindest ist das so geplant. Gestartet sind die Arbeiten 2015.


Rund 295 Container voll mit dem Granit aus China lieferte Besco in das Großherzogtum, das 2015 seinen 200. Geburtstag feierte. Dabei galt es für das Steincontor, die gewünschte Menge von 18.000 m² an 15 cm starken Bodenplatten in neun Formaten zu bestimmten prozentualen Anteilen nach Luxemburg zu transportieren. „Das hört sich einfach an, bedarf aber oft sehr viel Fingerspitzengefühl“, hebt Besco-Geschäftsführer Frank Dickmann hervor. Gerade die Einhaltung der vorgegebenen technischen Parameter wie Materialeigenschaften und Festigkeitswerte bei einer derartigen Menge im Griff zu behalten, sei eine besondere Herausforderung gewesen. Auch deshalb, da die Steine sortenrein gefertigt, also nach ihren Formaten gesondert verpackt, werden mussten. Zugleich sollten die Verpackungseinheiten so stabil sein, dass sie der gewünschten Einlagerung bis ins Jahr 2021 standhalten können. Und dies alles in einem vorgegebenen Zeitfenster von sechs Monaten.


Um den Auftrag zu erhalten, hatte Besco an einer europaweiten Ausschreibung teilgenommen - und den Zuschlag für den 1,8 Millionen Euro schweren Auftrag bekommen.

Luxemburg realisiert die Straßenflächen vollgebunden - sprich: Tragschicht, Bettung und Fuge werden in Beton ausgeführt, weil die Flächen auch in einem hohen Maße von PKWs und Reisebussen befahren werden. Weichgesteine wie Sand- oder Kalkstein haben deshalb nicht gepasst; der A212 Belgrano Granit dagegen schon. Darüber hinaus sprach für den beigefarbene Granit seine homogene, überwiegend feinkörnige Struktur.


... und siehe auch Google-Street-View mit ähnliche Perspektive

Der Naturstein ziert inzwischen bereits die Rue Sigefroi, die den Eingang zu Luxemburgs Altstadt markiert (siehe Bild oben und Google-Maps). Was zuvor noch ein beliebter Stellplatz für Reisebusse war, lädt nunmehr zum Flanieren ein. Im ersten Bauabschnitt der Sanierung wurden rund 3.000 m² Granit für Bodenplatten, Bordsteine und Sitzbänke verarbeitet.

Im nächsten Bauabschnitt wird in der Rue du Rost (siehe Google-Maps) direkt hinter dem großherzoglichen Palast eine verkehrsberuhigende Maßnahme in Form eines öffentlichen Platzes entstehen. Auch die Rue du Nord und Rue du Fossé erhalten in den kommenden Jahren ein neues Pflaster, den Abschluss der Sanierung in d’Stad bildet die Rue de l’Eau (siehe Google-Maps).

Weitere Informationen zu Belgrano Granit als Straßenpflaster können per E-Mail an Besco angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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