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PVC-Fotoboden schützt wertvolles Mosaik in Neuschwanstein ... und lässt sich recyclen

(1.2.2018) Neben den Wohn- und Dienerschaftsräumen gehören heute vor allem der Thronsaal und der Sängersaal zu den Hauptattraktionen im Inneren des Schlosses Neuschwanstein. König Ludwig hätte sich bei aller Fantasie wohl niemals träumen lassen, dass die Räume seines Traumschlosses dereinst von fast 1,5 Mio. Menschen jährlich besucht würden. Besonders im Sommer drängen sich im Durchschnitt 6.000 Touristen durch Räume, die ursprünglich nur für den Regenten oder eine kleinere Gruppe seines Hofstaates bestimmt waren - eine enorme Belastung für die Bausubstanz. So bemüht sich die Bayerische Schlösserverwaltung fortwährend um den Erhalt des kostbaren Bauwerks.

alle Foto © Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR)  

Im hoch frequentierte Thronsaal von Neuschwanstein gibt es einen wertvollen Mosaikboden. Wäre er ungeschützt, so würde sich die Oberfläche binnen kurzer Zeit abschleifen und verblassen. Daher ließen sich die Verantwortlichen bei der Schlösserverwaltung eine kreative Lösung einfallen: Auf die begehbaren Teile des Saales wurde ein PVC-Schutz­bodenbelag, bedruckt mit der exakten Kopie des Mosaiks, aufgebracht. Auf diese Art von Fotoböden spezialisiert ist die Visuals United AG in Kaarst bei Düsseldorf. Sie hat den europaweit patentierten, individuell bedruckten Vinyl-Boden entwickelt, was eine große Palette unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Das Produkt wird häufig für Messen, Events, zur Dekoration in Handel sowie für TV-Produktionen und natürlich in Museen und historischen Gebäuden eingesetzt.

Recycling macht den Fotoboden nachhaltig

PVC-Bodenbeläge gelten generell als strapazierfähig und finden daher Anwendung in zahlreichen Gebäuden mit größerem Publikumsverkehr wie etwa Schulen, Ämter, öffentliche Flächen, Büros oder Wohngebäuden. Aber trotz der robusten Materialeigenschaften nutzen sich auch die Bodenbeläge im Schloss Neuschwanstein wegen der zahlreichen Besucher ab und müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Für die Entsorgung hat das Unternehmen ein nachhaltiges Konzept: Die ausgedienten PVC-Bodenbeläge werden komplett werkstofflich recycelt, so dass eine spätere Wiederverwertung des Materials möglich ist.

Dass dies reibungslos funktioniert, dafür sorgt die Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR) in Marl. Das vor über 25 Jahren gegründete Unternehmen koordiniert bundesweit die Wiederverwertung des Altmaterials und betreibt in Troisdorf bei Bonn eine eigene Re­cyc­ling-Spezialanlage. Die PVC-Alt-Bodenbeläge werden in der 1991 errichteten Anlage zu Feinmahlgut verarbeitet. Bei Eignung lässt sich dieses dann problemlos bei der Produktion neuer PVC-Bauprodukte einsetzen. Die AgPR unterhält darüber hinaus ein bundesweites Netz von Annahmestellen.

„Solider Schutz für den Fußboden seines Thronsaals unter Wahrung des attraktiven Erscheinungsbildes und der umweltfreundliche Umgang mit den ausrangierten Schutzböden - das hätte den naturverbundenen König Ludwig II. von Bayern  bestimmt gefreut“, da ist sich AgPR-Geschäftsführer Dr. Jochen Zimmermann sicher.

Weitere Informationen zum Fotoboden können per E-Mail an Visuals United angefordert werden.

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