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Postbank Wohnatlas 2019: Wo Wohneigentum noch bezahlbar ist

(30.6.2019) Wie viel vom Einkommen muss im Schnitt für Wohnen auf den Tisch gelegt werden - egal, ob zur Miete oder im Eigenheim? Eine gängige Faustregel besagt, dass Wohnen nicht mehr als 30% des verfügbaren Haushaltseinkommens kosten sollte. Nimmt man diese Regel zum Maßstab, wären in Deutschland 70 m² Wohneigentum in 386 von 401 Kreisen und kreisfreien Städten für den durchschnittlichen Haushalt finanzierbar. Bei Mietwohnungen liegt die Einkommensbelastung in allen Kreisen und kreisfreien Städten unterhalb besagter 30%-Schwelle:

Allerdings muss in 112 Regionen für die Miete mehr gezahlt werden, als dies für eine Finanzierung derzeit der Fall wäre - dies haben die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für den Postbank Wohnatlas 2019 ermittelt. Für die Finanzierung einer Immobilie wurde mit einem Zinssatz von 2,45%, einer Anfangstilgung von 4% und 20% Eigenkapital kalkuliert. Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar oder Umbauten wurden nicht einbezogen.

Laut Postbank Wohnatlas 2019 zahlt man derzeit im Durchschnitt aller Landkreise und kreisfreien Städte 13% seines verfügbaren Haushaltseinkommens für Miete und 15,7% für die Finanzierung eines Eigenheims.

Klare Unterschiede in einigen Regionen

In der Modellrechnung schlägt das Pendel in einigen ostdeutschen Regionen besonders stark zugunsten des Wohnungskaufs aus. So müssen Käufer im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt im Schnitt nur 6% ihres Haushaltseinkommens für den Erwerb einer Wohnung aufwenden - für die Mietzahlung müssen demgegenüber 12% aufgebracht werden. Auch im Salzlandkreis, im Vogtlandkreis, in Wittenberg und im Burgenlandkreis kommen Käufer weit günstiger weg.

„Wer allerdings in strukturschwachen Regionen kaufen will, sollte das Objekt besonders sorgfältig prüfen und im Hinterkopf behalten, dass Wertverluste eintreten können“, warnt Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft Postbank. Käufer sollten sich auch vom Gebäudezustand überzeugen und sicherstellen, dass keine kostspieligen Sanierungen anstehen. „Der Kauf kann nicht nur günstiger sein als Mieten, sondern Eigentümer profitieren noch von weiteren Vorteilen: Sie sind unabhängig von Mieterhöhungen und wohnen - wenn die Immobilie abbezahlt ist - im Alter mietfrei.“

Wohneigentum in Stuttgart, Köln und Düsseldorf noch erschwinglich

In den Metropolen ist die Relation zwischen Miet- und Kaufpreisen oft weniger günstig für Immobilienkäufer. Während die Mietbelastungen in allen Großstädten im Schnitt noch unter der 30%-Marke liegen, muss für den Kauf in vier der sieben größten Städte, den „Big Seven“, mehr aufgewendet werden. In Deutschlands teuerster Stadt München waren es 2018 im Schnitt 46,8% des örtlichen verfügbaren Haushaltseinkommens und ...

  • in Berlin 38,5%,
  • in Hamburg 34,8% sowie
  • in Frankfurt am Main 36,3%.

Unter der 30%-Grenze landeten Stuttgart, Köln und Düsseldorf. In diesen Städten könnten sich damit auch viele Durchschnittsverdiener den Traum von den eigenen 70 m² innerhalb der Stadtgrenzen erfüllen.

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