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vdpResearch-Immobilienmarktmonitoring 2019: Hohe Dynamik mit deutlichen regionalen Unterschieden

Preisentwicklung von selbst genutztem Wohneigentum 2018 nach Landkreisen

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(29.4.2019) Obwohl auf volkswirtschaftlicher Ebene 2018 eine leichte Eintrübung zu beobachten war, hat sich der Teuerungsprozess am deutschen Immobilienmarkt ungebrochen fortgesetzt - wobei sich der Preisanstieg hier und da durchaus ein wenig abgeschwächt hat. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Marktmonitoring der vdpResearch GmbH.

Betrachtet man die einzelnen Objektarten, so ergeben sich folgende aggregierte Preisveränderungsraten gegenüber dem Vorjahr:

  • Ein- und Zweifamilienhäuser: 8,2%
  • Eigentumswohnungen: 5,8%
  • Mehrfamilienhäuser: 9,0%
  • Büroimmobilien: 7,7%
  • Handelsimmobilien: 1,7%
  • Lager-Logistik-Immobilien: 2,5%
  • Gemischt genutzte Objekte: 4,4%

Insbesondere auf dem Wohnungsmarkt ist die Dynamik der Preisentwicklung nach wie vor regional sehr unterschiedlich. Betrachtet man allein das Segment „selbst genutztes Wohneigentum“, wo die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen und Eigenheimen zusammengefasst betrachtet wird, wurden 2018 Steigerungsraten in einer Spanne von 1,4 bis rund 11% ermittelt. Spitzenreiter ist dabei Berlin. In München und Hamburg hat sich das Wachstum dagegen auf sehr hohem Niveau etwas abgeschwächt. Wie die Karte zeigt, hat dagegen in beiden Fällen der Preisanstieg in den angrenzenden Landkreisen an Dynamik zugenommen.

Auf die regionalen Unterschiede angesprochen erklärte Dr. Franz Eilers, Leiter der Immobilienmarktforschung der vdpResearch: „Grundsätzlich ist die Preisentwicklung in engem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung zu sehen. Gleichzeitig ist eine hohe Übereinstimmung der Entwicklung der Preise und Mieten festzustellen. Allerdings kommt es zu einem asymmetrischen Verhalten. In Kreisen mit rückläufigen Einwohnerzahlen liegen die Wachstumsraten der Mieten und Preise nahe beieinander. In den stark wachsenden Kreisen und zuzugsstarken kreisfreien Städten steigen die Preise weit stärker als die Mieten. Hier besteht mittlerweile eine hohe Preis-Miet-Differenz.“

Im gewerblichen Bereich spiegelt sich die Dominanz der Big-7-Städte auf dem Büroinvestmentmarkt auch in der Preisentwicklung wider. Ebenso verzeichneten B-Standorte wie beispielsweise Leipzig und Bonn sowie Städte wie Potsdam und Karlsruhe einen überdurchschnittlich starken Preisanstieg.

Die vdpResearch ermittelte bereits zum neunten Mal die regionale Immobilienpreisentwicklung. Die Ergebnisse werden von mehr als 90% der in Deutschland tätigen Kreditinstitute zur Überwachung ihrer Immobilienwerte nach Artikel 208 (3) der Capital Requirement Regulation (CRR) verwendet. Danach müssen die Werte von Gewerbeimmobilien mindestens einmal im Jahr und die von Wohnimmobilien alle drei Jahre überwacht werden, wenn sie als Kreditsicherheit fungieren.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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