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Parkdecks: eine Herausforderung für das Entwässerungssystem

(29.11.2023) Die Aufgabe, Schmutz- und Regenwasser von Parkflächen, Rampen und Spindeln aufzunehmen und gefahrlos für Menschen und Bauwerke in die Entwässerungsleitung abzuleiten, übernehmen Parkhausrinnen und Parkhausabläufe. Dabei müssen das Entwässerungssystem sowie der Anschluss zum Oberflächen-Schutzsystem eines Parkhauses zwei Kriterien erfüllen: 

  • Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und chemische Belastungen
  • Sichere, dauerhafte Abdichtung im Anschlussbereich
Die ACO Parkhausrinne 200 mit Stegrost wird entsprechend der Einbausituation mit einer Rinnenhöhe von 42 mm bis 150 mm gefertigt. (Bild: ACO Haustechnik) 

Parkdeckrinnen

Von ACO Haustechnik stehen die belastbaren Parkdeckrinnen in Edelstahl 1.4301 und Edelstahl 1.4404 zur Verfügung. Gerade gegenüber chloridhaltigem Wasser weist die Materialqualität 1.4404 eine sehr hohe Robustheit auf und kann so für eine dauerhafte Beständigkeit der Rinnen sorgen. Edelstahl entspricht der Baustoffklasse A1 und bringt somit keine zusätzliche Brandlast ins Gebäude ein. Ein direkter Anschluss an das ACO Pipe Rohrleitsystem ist möglich oder auch in Kombination mit einem Übergangsstück an das Rohrleitsystem GM-X (Stahl verzinkt). 

In Verbindung mit dem Ablaufkörper Passavant und der Brandschutzkartusche kann die Rinne für den Brandschutz gerüstet verbaut werden. Der geprüfte Brandschutzeinsatz entspricht den Feuerwiderstandsklassen R30 bis R120 (Allgemeine Bauartgenehmigung (ABg) Z-19.53-2439, Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) Z-19.17-2430).

ACO Parkdeckablauf aus Edelstahl für Gussasphalt, zum Anschluss an das ACO Pipe Rohrsystem. (Bild: ACO Haustechnik) 

Die ACO Parkdeckrinnen halten in Kombination mit einem rutschhemmenden Stegrost Beanspruchungen bis M 125 stand. Der ACO Compositrost eignet sich für extreme Beanspruchungen bis Belastungsklasse C 250. Für eine Verbindung der Rinne mit der Betonplatte sorgen umlaufende Ankerelemente. Die Parkdeckrinnen stehen in den Breiten 156 mm und 200 mm und einer geringen Einbauhöhe von 42 mm zur Verfügung.

Für größere Mengen an Regenwasser kann die Parkhausrinne je nach Bauvorhaben individuell mit einer Breite von 200 mm und einer Einbauhöhe von bis zu 150 mm gefertigt werden, laut Hersteller. Der große Einlaufquerschnitt sowie der Stegrost, der über eine ausreichende große Schlitzweite verfügt, ist speziell darauf ausgelegt, das am Rampenfuß anfallende Regenwasser aufzunehmen. Die lieferbare Baulänge der Parkhausrinnen ist variable, jedoch bis maximal 6 Meter am Stück möglich – mit Anschlussflansch gingen auch Längen über 6 m. 

ACO Haustechnik liefert Parkhausrinnen mit Anschlussflansch auch in Längen über 6 Meter. (Bild: ACO Haustechnik) 

Die Varianten mit Stich und Winkel gewähren maximale Flexibilität bei der Planung. Die Flanschbreite von 100 mm erfüllt die Anforderungen der Abdichtungsnorm DIN 18532 und eignet sich hervorragend für die Anbindung von flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen.

Die ACO Parkdeckrinne ist mit Stich und Winkel. (Bild: ACO Haustechnik) 

Parkdeckabläufe

Die Parkdeckabläufe (Werkstoff 1.4301 oder 1.4404) sind gemäß DIN EN 1253-2 geprüft und erfüllen die Belastungsklasse M 125 und die Baustoffklasse A1 (nicht brennbar). Abläufe mit Klebeflansch in DN 70 und DN 100 mit verschraubtem Gitterrost stehen für Flüssigabdichtungen zur Verfügung. 

ACO entwickelte für den Einbau in Parkhäusern mit Gussasphalt einen neuen Parkdeckablauf mit verschraubtem Gitterrost und einer Flanschbreite von 120 mm: normkonform nach DIN 18532, ausgestattet mit einem Aufsatzrahmen in der Höhe von 35 mm für die Montage innerhalb von Parkdecks und Tiefgaragen sowie 70 mm bei Freibewitterung. Der Ablauf verfügt über einen Anschlussstutzen 110 mm Durchmesser passend für ACO Pipe (Edelstahl), HT/KG-Rohre und in Kombination mit einem Übergangsstück für ACO GM-X (Stahl verzinkt). 

ACO Parkdeckrinne aus Edelstahl in Kombination mit dem Ablaufkörper Passavant aus Gusseisen. (Bild: ACO Haustechnik) 

Der Parkdeckablauf Passavant aus Gusseisen entspricht der Baustoffklasse A1 und bringt folglich keine zusätzliche Brandlast in das Gebäude ein. Der geprüfte Brandschutzeinsatz, der in den Parkdeckablauf eingesetzt wird, entspricht den Feuerwiderstandsklassen R30 bis R120 (AbZ: Z-19.17-2430; ABg: Z-19.53-2522), wodurch es keinen weiteren Brandschutzmaßnahmen bedarf.  

Parkdeckablauf ACO Passavant: Mit einem Drehmechanismus kann der Aufsatzrahmen in Kombination mit weiteren Verstellringen in 5 mm Schritten auf die gewünschte Höhe eingestellt werden. (Bild: ACO Haustechnik) 

Der Parkdeckablauf ACO Passavant steht in den Nennweiten DN 70 und DN 100 zur Verfügung. Zudem bietet er eine hohe Flexibilität bezüglich des Bodenbelags: Ohne Flansch ermöglicht er die Anbindung an Pflasterbelag, mit Klebeflansch ist er für Gussasphalt oder Flüssigkunststoffbeschichtungen geeignet. Der 100 mm breite Klebeflansch erfüllt die Anforderungen der neuen Abdichtungsnorm DIN 18532 zum Andichten mit Flüssigkunststoffen. Für den Höhenausgleich kann der Aufsatzrahmen mit Rost in 5-mm-Schritten um bis zu 15 mm angehoben werden, was besonders bei Pflasterbelägen wichtig ist. Zusätzlich lassen sich Höhenverstellringe zwischen Parkdeckablauf und Aufsatzrahmen mit Rost einsetzen, falls die Höhe nicht ausreichen sollte.

Parkdeckablauf ACO Passavant: Leichter Zugang für die jährliche Reinigung durch verschraubte Roste. (Bild: ACO Haustechnik) 

Dazu bietet Passavant die Möglichkeit, die Verschraubung zu lösen und den Rost zu entnehmen für die (gemäß Flachdachrichtlinie und DIN 1986-3) mindestens zweimal jährlich erforderliche Reinigung. So sind Schlammeimer und Brandschutzeinsatz für die Reinigungsarbeiten leicht zugänglich. Die arretierten Roste bieten zudem einen hohen Schutz gegen Vandalismus. Die Roste lassen sich in nicht öffentlichen Parkhäusern lose einlegen und die Schraublöcher mit beiliegenden Blindstopfen verschließen.

Weitere Informationen können per E-Mail an ACO Haustechnik angefordert werden.

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