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Verbände aus Europa, USA und Japan gründen Internationale Armaturenallianz

(5.2.2026) Führende Armaturenverbände aus Europa, den USA und Japan haben die International Valves and Taps Alliance gegründet. Ziel ist eine engere internationale Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Gebäude- und Industriearmaturen bis zu Armaturenantrieben sowie eine koordinierte Interessenvertretung gegenüber Politik und Regulierungsbehörden.

Mitglieder der International Valves and Taps Alliance beim internationalen Verbändetreffen in Mailand. (Bild: AVR) 

Internationale Erfahrungen bündeln

Ziel der Allianz ist es, internationale Erfahrungen systematisch zu bündeln und gemeinsame Positionen zu entwickeln, die künftig gegenüber Politik und Öffentlichkeit mit einer einheitlichen Stimme vertreten werden sollen. Geplant ist zudem eine koordinierte Interessenvertretung gegenüber internationalen Regulierungsbehörden, um technologische, regulatorische und umweltpolitische Anforderungen in unterschiedlichen Märkten besser bewältigen zu können.

Gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen

Vor dem Hintergrund wachsender globaler Herausforderungen wird ein intensiverer internationaler Austausch innerhalb der Branche als notwendig erachtet. Axel Weidner, Vorsitzender des Fachverbands Armaturen: „Die Armaturenindustrie ist hervorragend aufgestellt für zentrale Zukunftsthemen wie sauberes Trinkwasser, Energiewende, Wasserstoff oder Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig befindet sich unsere Branche in einer Phase tiefgreifenden Wandels, die Armaturenhersteller weltweit vor große Herausforderungen stellt. ...Der Austausch und das gemeinsame Handeln werden somit wichtiger denn je. Wir brauchen international eine starke Vision und den Dialog zwischen allen relevanten Akteuren.”

Die Allianz verstehe sich dabei als strukturierter Rahmen für eine global abgestimmte Zusammenarbeit führender Branchenverbände. Durch die Kooperation über Ländergrenzen hinweg solle die Wettbewerbsfähigkeit der Armaturenindustrie gestärkt und die Bedeutung hochwertiger Armaturentechnik unterstrichen werden.

Mehr Gewicht in der politischen Diskussion

Auch die politische Dimension spielt bei der Gründung der Allianz eine zentrale Rolle. Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des Fachverbands Armaturen, sagt: „Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern wollen wir ein stärkeres Bewusstsein für den wichtigen Industriezweig der Armaturen schaffen.” Ziel sei es, den Anliegen der Branche mehr Gewicht in politischen Entscheidungsprozessen zu verleihen und die Industrie dabei zu unterstützen, sich langfristig zukunftsfähig aufzustellen.

Die Initiative geht auf einen internationalen Verbändeaustausch im Rahmen der Mitgliederversammlung des italienischen Armaturenverbands AVR zurück, die Ende Oktober 2025 in Mailand stattfand. Dort wurde der Grundstein für die gemeinsame Vereinbarung gelegt.

Neben dem Fachverband Armaturen im VDMA haben bereits zahlreiche nationale Verbände die Absichtserklärung zum engeren Austausch unterzeichnet. Dazu zählen unter anderem Agrival und Fluidex (Spanien), AVR (Italien), BVAA und Ciphe (Vereinigtes Königreich), Evolis (Frankreich), Iampo und VMA (USA), JVMA (Japan), Pomsad (Türkei), SAI (Schweden), SPAP (Polen) sowie URS (Schweiz). Die Allianz steht weiteren internationalen Verbänden der Armaturenindustrie offen.

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