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Holzmann-Insolvenz: Berlin und Wiesbaden wollen Zulieferern und Handwerkern helfen

(25.3.2002) Der Bundeswirtschaftsminister Werner Müller und der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) ließen Ende letzter Woche vermelden, dass sie den von der Holzmann-Insolvenz betroffenen mittelständischen Zulieferern und Handwerkern helfen wollen.

Wie Werner Müller feststellte "benötigen die Zulieferbetriebe und Handwerker in dieser Situation schnell frische Liquidität. Damit ein existenzgefährdender Liquiditätsengpass abgewendet werden kann, bieten der Bund und vielfach auch die Länder hier eine Reihe von bewährten Hilfen an."

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt und auch die Deutsche Ausgleichsbank in Bonn sollen deshalb betroffenen Unternehmen Liquiditätshilfekredite bzw. Betriebsmitteldarlehen mit günstigen Zinssätzen zur Verfügung stellen. Die Vergabe dieser Kredite kann durch eine teilweise Haftungsfreistellung der durchleitenden Hausbanken erleichtert werden. Die Kredite sind über die jeweilige Hausbank zu beantragen.

Außerdem könne bei Vorliegen eines tragfähigen Unternehmenskonzepts eine jetzt ggf. erforderliche zusätzliche Kreditversorgung der betroffenen Zulieferer und Handwerker durch verschiedene öffentlich geförderte Absicherungsinstrumente verbessert werden:

  • Die Bürgschaftsbanken und Kreditgarantiegemeinschaften, die es in jedem Bundesland gibt, bieten Bürgschaften bis zu einem Betrag von 750.000 € an.
     
  • Die Deutsche Ausgleichsbank steht in den neuen Ländern mit Bürgschaften bis zu 10 Mio. € bereit.
     
  • Alle Bundesländer vergeben Bürgschaften, wenn im Einzelfall die vorgenannten Höchstbeträge nicht ausreichen. In den neuen Ländern beteiligt sich der Bund außerdem an der Verbürgung höherer Kreditbeträge.

Auch der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) wies am 22.2. in Wiesbaden darauf hin, "dass mittelständische Zulieferer und Subunternehmer, die infolge der Holzmann-Insolvenz in Liquiditätsschwierigkeiten zu geraten drohen, mit der Unterstützung des Landes Hessen rechnen können."

Neben dem oben beschriebenen Instrumentarium plant Hessen eine gezielte Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen, die in besonderer Weise durch die Insolvenz der Holzmann AG betroffen sind. Die InvestitionsBank Hessen AG beabsichtigt ein Sonderkontingent für Liquiditätshilfekredite mit einem Zinssatz anzubieten, der noch unter den üblichen Zinssätzen der Kreditanstalt für Wiederaufbau liegen wird. Diese Kredite sollen im bewährten Hausbankenverfahren herausgelegt werden. Dabei ist geplant, das Antragsverfahren weiter zu straffen und die Genehmigungszeit noch einmal zu verkürzen.

Geprüft wird darüber hinaus, ob die Absicherung der Kredite durch Bürgschaften der Bürgschaftsbank verbessert werden kann. Dies setzt allerdings die Klärung beihilferechtlicher Fragen und die Mitwirkung der Bundesregierung voraus. Die Gespräche mit der Bundesregierung sollen kurzfristig aufgenommen werden, sobald sich der Bedarf an Liquiditätshilfen näher konkretisieren lässt.

Betroffene kleine und mittlere Unternehmen können sich ab sofort mit dem ...

  • Beratungszentrum der InvestitionsBank Hessen AG,
  • Schumannstr. 4 - 6,
  • 60325 Frankfurt am Main
  • unter der Telefon-Nr.: 069/133850-21 in Verbindung setzten.

Darüber hinaus stehen für betroffene Handwerksbetriebe die zuständigen Handwerkskammern für eine ausführliche Beratung auch in betriebswirtschaftlichen Fragen zur Verfügung.

Ansprechpartner für diese Unterstützungsmöglichkeiten sind auch hier in erster Linie die Hausbanken, über die die Anträge gestellt werden.

siehe auch:


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