Neu auf dem Sanierungsmarkt: Porit-Ausgleichsschüttung
(12.12.2007) Seit kurzem ergänzt ein neues Produkt die Anwendungsmöglichkeiten von Porenbeton im Altbau: die Porit-Ausgleichsschüttung. Sie ist als Trockenschüttung in verschiedener Hinsicht einsetzbar - besonders aber dort, wo an die vorhandene Baukonstruktion erhöhte Anforderungen an den Schall-, Brand- und Wärmeschutz gestellt werden.
Die Ausgleichsschüttung besteht aus mineralischem Porenbetongranulat, das im so genannten Downcycling aus hochwertigem, klein gebrochenem Porenbeton unter Verwendung angefallener Produktionsreste und Recyclingmaterial hergestellt wird. Nach DIN 4102 gehört das Granulat zur Baustoffklasse A1, nicht brennbar, und ist mit einer Wärmeleitzahl von λR = 0,09 W/mK hoch wärmedämmend. Aufgrund der Korngröße von 0,2 bis 4 mm, der rauen Kornoberfläche und einer Schüttdichte von ca. 400 kg/m³ sollen Unebenheiten von mind. 10 bis max. 100 mm (entspricht der zulässigen Schütthöhe) ausgeglichen und dadurch hohe Standfestigkeiten erreicht werden können.
Anwendungsgebiete und Verarbeitung
Die Porit-Ausgleichsschüttung wird ganz speziell zum Niveauausgleich bei
unebenen Fußböden eingesetzt - sowohl bei Altbauten als auch bei Neubauten -
oder zur Anpassung an vorhandene Fußbodenhöhen unter Trockenestrichelementen
bzw. Holzbauplatten. Aufgrund des geringen Gewichts des Granulats (ca.
20 kg/50 Liter-Sack) eignet es sich außerdem als Füll- oder Dämmschüttung
auf bzw. in Holzbalkendecken. Dabei sollte als erstes ein
dampfdiffusionsoffenes, zugfestes Papier als Rieselschutz ausgelegt werden. Das
mindert die Gefahr, dass durch Ritzen, Astlöcher oder später beim Nachtrocknen
der Holzbalkendecke die Ausgleichsschüttung herausrieselt. Anschließend wird ein
Estrich-Randdämmstreifen angebracht und danach die Ausgleichsschüttung direkt
auf den trockenen Untergrund aufgebracht und planeben mit einer Abziehlehre
abgezogen. Installationsleitungen sollten mit mindestens 10 mm Schüttung
überdeckt werden. Außerdem ist eine mögliche Nachverdichtung von ca. 5% zu
berücksichtigen.
Bei der Verlegung von Trockenestrich-Elementen ist darauf zu achten, dass die Porit-Ausgleichsschüttung nicht begangen werden darf. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, so genannte Trittinseln aus Reststücken der Trockenestrich-Elemente auszulegen, bevor diese passgenau auf der Schüttung verlegt werden. Bei jeder Verarbeitung sind - ungeachtet dieser Hinweise - die Verarbeitungsvorschriften des Trockenestrichherstellers zu beachten.
Betonflächen mit Erdkontakt (Sohlplatten) oder ähnliche Konstruktionen sind außerdem gemäß DIN 18195-4 gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen.
siehe auch für weitere Informationen:
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siehe zudem:
- Bodenaufbau, Fußboden, Innenausbau und Trockenbau bei BAULINKS.de
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