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Eine Frage des Schornsteins: Kinder haften für ihre Eltern

(14.8.2008) Die Online Enzyklopädie "Wikipedia" beschreibt die Nachhaltigkeit als Drei-Säulen-Modell und geht von der Vorstellung aus, dass Nachhaltigkeit nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen erreicht werden kann, da nur so sowohl die ökologische als auch die ökonomische und die soziale Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft sichergestellt und verbessert werden kann. Der Begriff der Nachhaltigkeit deckt ein weites Feld ab. Energieeffizientes Heizen und Lüften gehören zweifelsohne in den Bereich der Nachhaltigkeit. Zumal die rationelle Energieverwendung ein präsentes und ganz wichtiges Thema für heute und die Zukunft bleibt.

<!---->Die Gas-Brennwerttechnik hat sich über 20 Jahre in Deutschland als wirtschaftliche und rationelle Energieumsetzung durchgesetzt. Heute wird die Brennwerttechnik in vielen Projekten zu Recht mit solarer Energie gekoppelt. Ein "Brennwert-Schornstein" gehört unabdingbar dazu. Bereits hier beginnt die Nachhaltigkeit im kleinen Bereich. Es fängt an mit der Wahl eines geeigneten Baustoffes bzw. Produktes und hört auf mit der Positionierung des Produkts und der Wahl der ausführenden Gewerke.

Den Nachhaltigkeitsgedanken greift Skoberne aus dem südhessischen Pfungstadt mit dem Skobifix auf: "Skobifix" wurde aus dem Firmennamen Skoberne und "fix", dem Synonym für Schnelligkeit zusammengesetzt, so Jens Ahrensmeier, Produktmanager der Skoberne Schornsteinsysteme GmbH. Das System stehe unbedingt für Nachhaltigkeit in der Bauplanung und Bauausführung:

  • Im Wesentlichen besteht die recyclingfähige mineralische Skobifix-Außenhülle aus einem patentierten Brandschutzgießmaterial.
  • Im Innern verläuft eine Kunststoffabgasleitung, die die abgasführende Schicht darstellt.
  • Der Ringspalt zwischen Abgasleitung und Brandschutzschacht sorgt für die raumluftunabhängige Herbeiführung von vorgewärmter Verbrennungsluft.
  • Die Abgasleitung kann bei Bedarf auch nach Fertigstellung der Abgasanlage und dem kompletten Hausprojekt einfach und ohne großen Kostenaufwand demontiert werden.

Die nachhaltige Installation von Abgasanlagen ist übrigens eine Grundforderung, die das Deutsche Institut für Bautechnik in einer eigens erstellten Richtlinie darlegt. Und dazu gehört die leichte demontierbare Abgasleitung im Schadensfall.

demontierbarer Abgasleitung

Problem: bauseitige Praxis

Skoberne berichtet über zahlreiche Gespräche mit Planern, Architekten und Installateuren. Die Problemfälle aus der Praxis gehen zumeist schief durch Gewerketrennung und mangelnde Planung sowie Koordination. Egal, ob nach kurzer Zeit ein Problem auftritt oder erst nach vielen Jahren. In Fällen von Installationen, die nicht an den "worst case" denken, entstehen früher oder später im Problemfall Kosten, welche die ursprünglichen Installationskosten um ein Vielfaches übersteigen.

Eine dramatische Situation trifft man leider viel zu oft an, wenn beispielsweise Abgasanlagen in "Stücken" gebaut werden. Der Installateur hat häufig die Aufforderung, ein Luft-Abgassystem im Gebäude bis über Dach zu führen. Das wird viel zu oft mit Luft-Abgasrohren gemacht, die nach den Herstellerangaben für die Anbringung außen am Gebäude entwickelt und gedacht sind:

Hier ist keine einfache Demontage der Abgasleitung mehr möglich. Im "worst case" kommen enorme Kosten auf die Verursacher zu.

Das Innenrohr ist hier nicht frei beweglich und demontierbar. Wie auch an der Außenwand, installiert der Heizungsbauer das Abgas-Zuluftsystem mit Rohrschellen an der Innenwand im Gebäude. Der Trockenbauer installiert dann einen Schacht um die Abgasleitung. Allerdings erfolgt dies zumeist nur von zwei bis max. drei Seiten. Von einem definierten Brandschutzschacht nach Bauregelliste kann man dann auf keinen Fall sprechen. Ebenso dramatisch ist die fehlende Demontagemöglichkeit der Abgasleitung. Für eine mögliche Demontage müsste zunächst versucht werden, den Schaden bzw. die Undichtigkeit der Abgasleitung zu lokalisieren. In aller Regel besteht hier keine Chance auf Erfolg. Eine nachträgliche Sanierung eines Luft-Abgassystems ist ausgeschlossen. Da die Abgasführung meist durch alle Geschosse führt, ist in solchen Fällen ein immenser Schaden zu verzeichnen, da der komplette "Schacht" geöffnet werden muss, um die Rohrschellen zu lösen. Hersteller der Abgasleitungen und Kesselhersteller tragen bei zweckentfremdeter Verwendung keinerlei Gewähr. Da die zuvor geschilderte Situation eine "gequetschte" Installation provoziert, ist davon auszugehen, dass weitere Installationen in Mitleidenschaft gezogen werden. Mal ganz abgesehen davon, dass die Koffer um die Abgasleitungen von Badezimmerfliesen, Einbauküchen usw. befreit werden müssen. Nicht allzu selten müssen ganze Bäder und Räume voll saniert werden.

Fazit:

Ein Systemprodukt übernimmt eigenständig ein großes Maß an Koordination und Planung und bietet umfassende Sicherheit und Gewährleistung. Im möglichen Schadensfall ist der Gewährleistungsträger auch besser zu greifen, weil die Verantwortung nur in einer Hand liegt. Die Nachhaltigkeit fängt bereits in Form einer vorausschauenden Planung und Installation an.

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