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Projektbericht: Freiflächenheizung für Tiefgaragen-Rampe

(16.4.2009) Autofahren ist im Winter oftmals eine gefährliche Angelegenheit. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann sich auf den Straßen innerhalb kürzester Zeit Eis bilden, Fahrbahnen werden zu Rutschbahnen. Dieser Gefahrenquelle trug die APS ASTRA Platform Services bei dem Bau des neuen Sendezentrums in Unterföhring Rechnung und ließ für die Auffahrrampe der Tiefgarage eine Freiflächenheizung einplanen, welche die Ein- und Ausfahrt im Winter permanent eisfrei hält (siehe Google-Maps). Zum Einsatz kam das cuprotherm-Flächenheizsystem der Ulmer Wieland-Werke AG mit dem flexiblen Kupferrohr cuprotherm CTX, das auf einer Fläche von rund 180 m² in der Rohrabmessung 20 x 2 Millimeter verlegt wurde.

Im Sommer 2007 begannen die Bauarbeiten für den APS-Neubau in Unterföhring. An diesem Standort betreibt die APS, ein Tochterunternehmen der SES ASTRA, eines der modernsten Sendezentren Europas. Von hier aus werden rund 250 analoge und digitale TV- und Radiosender, interaktive Dienste und Datendienste verbreitet. Um den technologischen Entwicklungen im Bereich der Medienversorgung konsequent Rechnung zu tragen, investiert das Unternehmen nicht nur in die Ausstattung modernsten Sende-Equipments, sondern auch in den Ausbau der Gebäude. Die APS erweitert das Sendezentrum vor den Toren Münchens um ein viergeschossiges Gebäude mit Technik- und Büroräumen sowie einer Tiefgarage.

"Ein Sendezentrum, wie es die APS unterhält, ist rund um die Uhr, das heißt sieben Tage in der Woche 24 Stunden täglich besetzt. Den Mitarbeitern muss daher zu jeder Zeit ein sicherer Zugang zur Tiefgarage möglich sein", beschreibt Projektleiter Alois Schwarz vom Haustechnik-Unternehmen Koberger die Ausgangssituation. "Deshalb mussten wir eine Lösung entwickeln, die einen ganzjährig sicheren Betrieb gewährleistet." Die Freiflächenheizung ist auf eine Heizlast von 50 Kilowatt ausgelegt und wird über einen Außenfühler bei unter 3 Grad Celsius freigegeben. Die Aktivierung des Flächenheizsystems erfolgt schließlich über einen Schnee-Feuchte-Sensor. Dadurch kann eine Glatteisbildung bei nasskalten Witterungsverhältnissen verhindert werden. Die Energieversorgung des Systems erfolgt momentan über einen Gas-Brennwert-Kessel. Langfristig geplant ist der Einsatz einer Wärmepumpe, welche die Wärmeenergie direkt aus dem Erdreich auf dem Grundstück entnimmt und auf ein ausreichendes Temperatur-Niveau bringt. Als Niedertemperatur-System hat die Flächenheizung den Vorteil, dass sie bei entsprechender Steuerung mit relativ geringen Vorlauftemperaturen auskommt. In diesem Fall kann gerade die Freiflächenheizung optimal mit der regenerativen geothermischen Energiequelle kombiniert werden, die von sich aus ein entsprechend niedriges Temperatur-Niveau bietet.

Die Konstruktion der Freiflächenheizung basiert auf einem Frostschutzunterbau als Rohrträgerelement, auf den eine Baustahlmatte aufgebracht wurde. Darauf wurden die flexiblen CTX-Kupferrohre in der Abmessung 20 x 2 Millimeter installiert (Bild). Für Verbindungstellen wurde die CTX-Schiebehülse aus dem Hochleistungswerkstoff ECOBRASS eingesetzt. Dieser Verbinder basiert auf einer rein metallisch abdichtenden Technik und wird daher z.B. auch im Außenbereich und für Medien wie Wasser-Glykol-Gemische eingesetzt - siehe auch Beitrag "Wieland erweitert Produktsortiment für cuprotherm CTX" vom 21.11.2008.

Die Rohrleitungen wurden mit einer fünf Zentimeter dicken Splittschicht überdeckt. Den Abschluss bilden Betonpflastersteine. "Nach einer ausführlichen Verlegeanweisung durch die Firma Wieland vor Ort waren unsere Mitarbeiter in der Lage, die Installation in kurzer Zeit selbständig zu verlegen", berichtet Projektleiter Alois Schwarz.

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