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Umweltbundesamt: Kosten und Nutzen von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel

  • Städte und Gemeinden erhalten Kostencheck für Anpassungsmaßnahmen
  • besonders effektiv: Begrünung von Dächern gegen sommerliche Hitze in Städten

(14.12.2012) Die Klimaforschung zeigt: Hitzewellen, Hochwas­ser und Starkregen nehmen in Deutschland weiter zu und kön­nen immense volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Die Kosten und Nutzen von Gegenmaßnahmen ließen sich bisher kaum systematisch bewerten. Eine neue Studie des Umwelt­bundesamtes (UBA) verspricht nun Abhilfe. Sie legt erstmals Kosten-Nutzen-Analysen für konkrete Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel vor. Als besonders erfolgversprechend und rentabel erweist sich demnach die Begrünung von Dächern gegen sommerliche Hitze in Städten. Ebenfalls wirtschaftlich: die Renaturierung von Auenwäldern zum Schutz vor Hochwas­ser und der Einsatz hitzeresistenter Beläge gegen Straßen­schäden. „Auch wenn wir eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik machen, lässt sich ein Teil des Klimawandels nicht mehr vermeiden. Wir müssen uns deshalb bereits heute an die Folgen des Klimawandels anpassen“, so UBA-Präsident Jochen Flasbarth. „Wie die Kosten-Nutzen-Analyse des Umweltbundesamtes zeigt, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Bund, Länder und Kommunen bereits heute anstoßen können und die vergleichsweise günstig sind.“

Laut UBA-Studie können sich Maßnahmen der Stadt- und Regionalplanung, des Ge­sundheits- und des Bevölkerungsschutzes als besonders effektiv erweisen. Das Begrü­nen von Dächern etwa reduziert an heißen Sommertagen die Temperatur in Städten. Auch systematische Hitzewarnungen auf kommunaler Ebene und entsprechende Maß­nahmen zur Kühlung, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, kosten vergleichsweise wenig, entfalten aber große Wirkung. Ein schlechteres Kosten-Nut­zen-Verhältnis weisen dagegen umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen auf. Dazu zäh­len neue Dämme gegen Überflutungen oder der Ausbau des Kanalisationsnetzes.

Wichtig für Länder und Kommunen: Steht eine reguläre Erneuerung von Straßen, Ge­bäuden oder Einrichtungen an, sollte der Klimawandel bereits mit eingeplant werden. Möglicherweise lohnt es sich zum Beispiel, in besonders wetterfesten Asphalt zu in­vestieren. Auch dazu hat die Studie eine Kosten-Nutzen-Analyse vorgenommen. „Vor allem auf extreme Wetterereignisse sollten wir besser vorbereitet sein, etwa indem wir Überflutungsflächen zum Schutz vor Hochwasser freihalten“, so UBA-Präsident Flas­barth. „Die Studie bietet ein Gerüst, um effektive und kostengünstige Maßnahmen zur Anpassung zu identifizieren. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel können wir uns Investitionen, die sich später als unwirksam herausstellen, schlichtweg nicht leis­ten.“

Das UBA stellt mit der Studie erstmals Kriterien zur einheitlichen Kosten-Nutzen-Be­wertung von Anpassungsmaßnahmen vor. Die Studie wendet diese in 28 Fallstudien unter anderem für die Landwirtschaft, die Stadtplanung oder Infrastrukturinvestitio­nen an.

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