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Intersolar Award 2013 für 8 Unternehmen

(25.6.2013; Intersolar-Bericht) Bereits zum sechsten Mal in Folge wurde am 19.6. der Intersolar Award verliehen. Der internationale Preis der Solarwirtschaft würdigt Unter­nehmen, Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen „Photovoltaik“, „Solarther­mie“ und in diesem Jahr erstmals auch in der Kategorie „Solare Projekte in Europa“. Im Rahmen eines offiziellen Festaktes wurde der Technologiepreis an acht Unternehmen verliehen.

Intersolar-Award-Gewinner
Gruppenbilder der Intersolar-Award-Gewinner (Bild vergrößern)

Verliehen wird der Preis jährlich von den Veranstaltern der Intersolar Europe, der Solar Promotion GmbH, Pforzheim und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. (FWTM), sowie dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), Berlin. Teilnahmeberechtigt für den Intersolar Award waren alle Aussteller der weltweiten In­tersolar Veranstaltungen 2013 sowie Aussteller der Intersolar India 2012. Insgesamt nutzten in diesem Jahr 101 Unternehmen aus 19 verschiedenen Ländern die Gelegen­heit, sich für den Intersolar Award zu bewerben.

Bereits Mitte Mai 2013 wurden in den Bereichen „Photovoltaik“ und „Solarthermie“ so­wie in der Kategorie „Solare Projekte in Europa“ insgesamt 26 Unternehmen für den Solarpreis nominiert. Aus der Gruppe der Finalisten kürte eine unabhängige Fachjury von Experten aus Forschung, Wissenschaft, Industrie und Fachmedien die Gewinner des Intersolar Awards 2013. Der Intersolar Award in der Kategorie „PV Produktions­technik“, der bisher auf der Intersolar Europe verliehen wurde, wird am 9. Juli 2013 im Rahmen der Intersolar North America verliehen.

Neue Kategorie „Solare Projekte in Europa“


  

In diesem Jahr konnten die Aussteller auch erstmals ihre Be­werbungen in der Kategorie „Solare Projekte in Europa“ ein­reichen. Prämiert wurden Projekte aus den drei Themenberei­chen ...

  • „Photovoltaik und Energiespeicher“,
  • „Industrielle und gewerbliche Photovoltaiknutzung“ und
  • „Industrielle und gewerbliche Solarthermienutzung“

... die in besonders vorbildlicher Weise die Energiewende vo­rantreiben. Voraussetzung für die Bewerbung war, dass die Projekte zum Zeitpunkt der Einreichung für den Intersolar Award bereits vollständig realisiert und nicht älter als zwei Jahre waren. Um in die engere Auswahl zu kommen, musste nachgewiesen werden, dass es sich bei dem Projekt um eine wegweisende und einzig­artige Lösung handelt. Weitere Entscheidungskriterien der Jury waren der Nutzen des Projekts für Gesellschaft und Umwelt sowie resultierende wirt­schaftliche Vorteile und der technische Innovationsgrad.

Die Gewinner im Bereich „Photovoltaik“

Die Firma LG Electronics Deutschland GmbH hat mit dem „Mono X NeoN“ ein besonders leistungsfähiges Solarmodul ent­wickelt, das bei geringen Kosten einen verbesserten Wirkungs­grad verspricht. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz von n-type-Solarzellen, die das einfallende Sonnenlicht von zwei Sei­ten ausnutzen können (bifacial) und eine verbesserte Lichtein­kopplung. Beeindruckt zeigte sich die Jury von der Kombination verschiedener Technologien und der hohen Wirt­schaftlichkeit des Solarmoduls.

Die Schletter GmbH hat mit „Smart PV Charge“ ein Ladever­fahren für den optimierten Eigenverbrauch von selbsterzeug­tem Solarstrom in Kombination mit Elektromobilität entwickelt. Eine Schnittstelle zwischen PV-Anlage, Energiemanager und Akkuspeicher eines Elektrofahrzeuges sorgt dafür, dass je nach Bedarf der Solarstrom sowohl für den Haushalt als auch zum „Betanken“ des Fahrzeu­ges genutzt werden kann. Die Jury überzeugte, dass sich mit dem zeitlich flexiblen Ladevorgang und der zusätzlichen Speicherkapazität Eigenverbrauchsquoten von über 80 Prozent erzielen lassen.

Die SMA Technology AG hat mit dem „Sunny Boy Smart Energy“ ein kompaktes, voll­integriertes Speichersystem konzipiert, welches sich schnell und einfach installieren lässt. Mit einer Speicherkapazität von 2 Kilowattstunden (kWh) eignet sich der Spei­cher ideal für den Gebrauch in Privathaushalten und ermöglicht dort einen hohen Ei­genverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom. Eine Lithium-Ionen-Batterie wirkt sich positiv auf die gesamtwirtschaftliche Betrachtung des Speichersystems aus und ver­ringert dessen Ausfallrisiko - siehe auch ISH-Bericht „SMA kooperiert mit Stiebel Eltron sowie Vaillant für eine effizientere PV-Eigennutzung“ vom 3.4.2013:

Die Gewinner im Bereich „Solarthermie“

Die Clique Solar, Mumbai/Indien, hat einen solarthermischen Großkollektor für die industrielle und gewerbliche Nutzung in sonnenreichen Regionen entwickelt. Mit dem zweiachsig geführten Dish-Konzentrator „Arun 100“ lässt sich heißes Wasser oder Wasserdampf mit Temperaturen bis zu 250 Grad Celsius erzeugen. Der Kollektor eig­net sich für unterschiedliche Anwendungen, wie zum Beispiel zur Erzeugung von Pro­zesswärme für industrielle Anwendungen oder zum Betrieb von Absorberkältemaschi­nen. Überzeugt hatte die Jury neben der industriellen und gewerblichen Nutzung des Kollektors auch dessen kurze Amortisationszeit von zwei bis vier Jahren.

Der solare Warmwassererhitzer der Ezinc Metal San. Tic. A.S., Melikgazi/Türkei, kommt bei der Wassererwärmung ganz ohne den Einsatz von Pumpen aus. Indem das Wasser direkt im Speicherbehälter des „Nanosol Compact Solar Water Hea­ter” erhitzt wird, können zusätzliche Kosten eingespart und die Störanfälligkeit reduziert werden. Die Jury lobte die hohe Wirtschaftlichkeit der solarthermischen Anwendung sowie das installationsfreundliche und platzsparende “Plug & Play-System”:

Die Gewinner in der Kategorie „Solare Projekte in Europa“

Die Belectric Solarkraftwerke GmbH hat die mit 128 Megawatt Peak (MWp) dritt­größte PV-Anlage Deutschlands im brandenburgischen Templin errichtet. Der „Solar Power Plant Templin“ besteht aus insgesamt 1,5 Millionen Dünnschichtmodulen und 114 Wechselrichtern. Dank dynamischer Regeleingriffe lässt die Kraftwerkstechnologie ein stabiles Spannungsniveau erwarten und kompensiert mögliche Netzschwankungen rund um die Uhr. Spezielle Elektroniken können der Blindleistung entgegen wirken und ein „Phasenshifter“ sorgt dafür, dass nutzlose Blindleistung ausgeglichen wird.

Die Galaxy Energy GmbH hat ein Energiesystem für ein CO₂-neutrales Gebäude kon­zipiert, welches ohne die Zufuhr von Gas, Öl oder Holz zu Heizzwecken auskommt. Das Kernstück des „Galaxy Energy Building“ stellt ein Dachsparrensystem dar, bei dem die Photovoltaikmodule bereits in die Dachkonstruktion integriert wurden:


Die weiteren Bestandteile des bemerkenswerten Galaxy Energy-Systems sind eine Deckenluftheizung, eine Wärmepumpe sowie ein integrierter Eisspeicher, der für eine saisonale Heizung und Kühlung des Gebäudes sorgt.

Die Conergy AG hat eine auf maximalen Eigenverbrauch optimierte PV-Dachanlage (8 kWp) auf dem Restaurant „Lasal del Varador“ im spanischen Barcelona errichtet. Das Besondere daran: Statt die PV-Anlage wie bisher auf maximale Leistung und Autarkie auszurichten, wurde hier eine ideale Anlagengröße für die direkte Nutzung des Solar­stroms vor Ort erzielt. Aus Sicht der Jury ein wegweisendes Projekt, das beispielhaft für den zukünftigen Bau von Solaranlagen gilt, die aufgrund ihres hohen Eigenver­brauchs ohne staatliche Förderung auskommen.

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