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Brücken bauen mit der neuen Strakon-Version 2019

(4.2.2019) Die neue Version 2019 der Tragwerks-, Bewehrungs- und Fertigteil-Pla­nungssoftware Strakon von DICAD unterstützt jetzt u.a. auch mit speziellen Funktionen die automatisierte Planung individueller Brückenbauwerke - inklusive Querneigungswechsel, Querschnittsänderungen, Aufweitungen und Vouten.

Die für die Auslegung komplexer Brücken wichtigen Trassen- und Gradientendaten können sowohl per Datei importiert als auch manuell zur Erzeugung von 3D-Trassen eingegeben werden. Diese werden mit Hilfe von Klothoiden, Kreisbögen, Parabeln etc. automatisch generiert. Auch Überbauten mit veränderlichem Querschnitt werden vom Programm erzeugt. Jeder Punkt des Brückenprofils kann mit einem eigenen Pfad oder einer 3D-Trasse verknüpft werden. Für die Plangenerierung bietet Strakon zudem neben 3D-Sichten auch Funktionen für Abwicklungs-, respektive Kurvenschnitte. Zu den automatischen Auswertungen gehört eine Höhentabelle mit der Angabe der Höhe jedes Profilpunktes entlang eines individuell definierbaren Rasters.

BIM-Datenaustausch mit IFC 4.0

Strakon 2019 ermöglicht neben dem aktuellen IFC 2x3-Standard nun auch den BIM-Datenaustausch im neuen IFC 4.0-Format; eine entsprechende Zertifizierung wird für 2019 erwartet. Die im Modell enthaltene 3D-Bewehrung wird dabei als „echte“ Bewehrung in die IFC-Datei übertragen, mit sämtlichen Eigenschaften wie Durchmesser, Positionsnummer und so weiter. Dadurch reduziert sich auch die Dateigröße der IFC-Datei. Überdies lassen sich über das IFC-Format jetzt auch ausschließliche Objektgeometrien von 3D-Objekten, Flex-Bauteilen oder Einbauteilen austauschen.

Zusätzlich wurde der IFC-Import aufgabenorientiert erweitert: IFC-Dateien können nunmehr als Referenz importiert werden, um beispielsweise nur die Inhalte anzuzeigen. Wird im Projektverlauf eine neue Version dieser IFC-Datei generiert, kann man sie durch eine Aktualisierung der Referenz einfach austauschen. Endgültig in das Modell integriert werden die IFC-Daten durch eine Auflösung der IFC-Referenz. Auch mehrere IFC-Dateien lassen sich mit dieser Funktion parallel als Referenz in das aktuelle 3D-Mo­dell laden und einzeln aus- bzw. einblenden. Die Referenztechnik hilft, Mehraufwand und Fehler beim IFC-Import zu vermeiden.

Realistischer präsentieren und visualisieren

Die Visualisierung spielt dank modellorientierter Planung von Hoch-, Ingenieur- oder Fertigteilbau-Projekten eine immer wichtigere Rolle. Denn auf diese Weise können Missverständnissen und teure Produktionsfehler vermieden werden. In der neuen Stra­kon-Version 2019 lassen sich 3D/BIM-Projekte deshalb noch realistischer visuali­sie­ren - inklusive Material- und Texturdarstellung. Auch interaktive Begehungen durch das virtuelle Objekt sind möglich: Damit können Bauherren oder Investoren das Projekt auch von innen und aus jeder beliebigen Perspektive kennenlernen. Besonders attraktive Visualisierungen lassen sich für Präsentationszwecke in hoher Druckauflösung ausgeben.

Automatische Schnitte und Sichten

Nicht nur direkte 3D- und BIM-Funktionen wurden erweitert, auch die 3D-Planbear­bei­tung macht Strakon 2019 durch neue Funktionen effizienter. So lassen sich zusätzlich zur automatischen Schraffur von Schnittflächen jetzt auch Ansichtsflächen schraffieren, um etwa Pläne grafisch aufzuwerten. Und mit der Festlegung der Schnittebene und des Standpunkts werden, beispielsweise im Grundriss oder in einer Aufsicht, Durchbrüche und Aussparungen hinter dem Betrachterstandpunkt anders dargestellt als davor.

3D-Einbauteile können in Strakon 2019 wahlweise selbst erzeugt, über Hersteller-Onlinekataloge geladen oder der mitgelieferten Bibliothek entnommen werden, (alle Grafiken © DICAD) 

3D-Herstellereinbauteile direkt in Strakon

3D-Einbauteile können Strakon-Anwender entweder selbst erzeugen oder über Her­steller-Onlinekataloge laden. Strakon 2019 liefert aber auch zahlreiche Herstellereinbauteile mit - beispielsweise von Halfen, Hilti oder Philipp. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht extra geladen werden müssen, der Detaillierungsgrad praxisnäher ist und passende Material- oder Plandarstellungs-Einstellungen bereits enthalten sind. 3D-Einbauteile enthalten ferner nun auch einen neuen Datencontainer, in dem individuelle Eigenschaften vergeben und unmittelbar im Projekt geändert werden können.

In den 3D-Sichten werden 3D-Einbauteile abstrahiert dargestellt, was den Vorteil einer korrekten und schnelleren Plandarstellung hat. Auch das Performance-Problem bei Verwendung zahlreicher 3D-Einbauteile mit hohem Detaillierungsgrad hat Strakon 2019 gelöst: Nur wenn man das 3D-Modell heranzoomt, werden die 3D-Einbauteile detailliert dargestellt. Sonst erscheinen sie vereinfachend als Quader oder überhaupt nicht. Dadurch kann ein Projekt zahlreiche 3D-Einbauteile enthalten, ohne dass dies die Projektbearbeitung verlangsamt.

… und weitere Neuerungen

Darüber hinaus lassen sich beispielsweise Objekte, deren Querschnitt sich kontinuierlich ändern, jetzt über die neue Funktion "Blend" erzeugen. Dabei werden einfach unterschiedliche Profile entlang eines oder mehrerer 3D-Pfade angeordnet, worauf das jeweilige Objekt automatisch generiert wird und jederzeit über die einzelnen Profile oder den 3D-Pfad editierbar bleibt.

Neu ist auch die sogenannte "Cube-Bewehrung" (Bild oben), die eine direkte Bewehrungseingabe im 3D-Modell ermöglicht, die Bewehrung automatisch in 3D-Beweh­rungssichten darstellt und im Plan positioniert. Die "Cube-Bewehrung" kann parallel zur „3D-Bewehrung“ genutzt werden.

Mit dem erweiterten 3D-Treppenhausmodul von Strakon lassen sich ferner Treppenhäuser mit mehreren Treppenläufen und Geschossen noch komfortabler planen. Geschosse können nun kopiert und zusätzlich über die lichte Höhe eingegeben werden. Auch die neue, automatische Verteilung der Stufenanzahl steigert den Komfort bei der Planung von Treppenläufen mit Podesten in einem Geschoss.

Weitere Informationen zur aktuellen Strakon-Version können per E-Mail an DICAD angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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