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Neue Autodesk-Studie: BIM-Nutzung nimmt zu und Unternehmen realisieren Wettbewerbsvorteile

(15.1.2021) Seit Anfang 2021 ist die BIM-Arbeitsweise bei zukünftigen Infrastrukturprojekten des Bundes verpflichtend - und die 2015 begonnene, schrittweise Einführung des BIM Stufenplans damit abgeschlossen. Autodesk hat vor diesem Hintergrund eine neue Studie zum Einfluss des BIM-Stufenplans und seiner Umsetzung auf die Bauindustrie vorgestellt. Für die Studie hat USP Consulting im Auftrag von Autodesk insgesamt 138 Ingenieure führender Ingenieursbüros und Tiefbauunternehmen befragt.

Das Ergebnis der Autodesk-Studie: Die Maßgaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) haben der Branche wichtige Impulse gegeben und den Weg für einen flächendeckenden Einsatz der Technologie geebnet. Dabei können die Unternehmen, die bereits auf BIM-Strategien setzen, deutliche Wettbewerbsvorteile realisieren.

Zur Erinnerung: Der 2015 vom BMVI vorgestellte BIM-Stufenplan sah vor, dass die Nutzung von BIM-Technologien in drei Stufen bis 2020 immer weiter gesteigert wird. Demnach sollten öffentliche Aufträge ab dem 30.12.2020 nur noch an Unternehmen vergeben werden, die mindestens in der Planungsphase auf BIM setzen - siehe auch Beitrag „BIM soll bis 2020 (für Infrastrukturprojekte) stufenweise eingeführt werden“ vom 15.12.2015.

Die Ergebnisse dieser Politik sind in der Studie deutlich zu erkennen: Von allen Befragten, die BIM bislang immer noch nicht einsetzen, wollen 29% der Ingenieurbüros und 18% der Tiefbauunternehmen bis Ende 2022 damit starten. Ab dem Jahr 2023 haben weitere 11% der Ingenieurbüros bzw. 6% der Tiefbauunternehmen vor, BIM einzuführen. Ein großer Teil ist sich über den exakten Zeitpunkt der Einführung noch nicht sicher, plant aber dahingehend. Die Tendenz ist eindeutig: In den nächsten Jahren dürfte die Anzahl der BIM-Nutzer deutlich ansteigen.

Wer BIM probiert, ist schnell überzeugt

Die Nutzer, die sich bereits mit der BIM-Arbeitsweise vertraut gemacht haben, sind von der neuen Technologie überzeugt: So glauben etwa ...

  • 38% der befragten Ingenieursbüros, dass die Nutzung von BIM ihre Bauausführung effizienter macht,
  • 30%, dass die Arbeitsvorbereitung deutlich effizienter erledigt werden kann, und
  • 23%, dass BIM die Effizienz bei Kalkulationen erhöht.

Auch Tiefbauunternehmen sehen diese Vorteile - neben den bereits genannten Pluspunkten erkennen 22% der Befragten hier auch eine Kostenreduktion als klaren Vorteil einer BIM-Anwendung.

Warum einige Unternehmen die BIM-Einführung bisher vor sich hergeschoben haben, lässt sich vor allem an einer Zahl ablesen: 62% der Ingenieursbüros und 65% der Tiefbauunternehmen gaben an, keine Kundennachfrage nach einer BIM-Planung zu sehen. Die Gründe, erstmalig in einen BIM-basierten Workflow einzusteigen, sind zugleich bei Ingenieursbüros und Tiefbauunternehmen unterschiedlich:

  • Während die Ingenieursbüros eher extern motiviert sind (59% nannten „Druck der Politik“ als Primärmotivation),
  • sehen die Tiefbauunternehmen die intrinsischen Vorteile der BIM-Technologie; dort gaben 50% der Befragten eine Optimierung der internen Prozesse und der Bauabläufe als Hauptgründe für eine BIM-Einführung an.

Foto © Autodesk 

BIM eröffnet neue Möglichkeiten, nicht nur bei öffentlichen Ausschreibungen

Unabhängig davon, welchen Grund die Einführung einer BIM-Lösung in ihrem Unternehmen hat, realisieren die Befragten zunehmend, dass BIM sich zu einem echten Wettbewerbsvorteil entwickelt. Über die Hälfte der befragten Ingenieure in Ingenieursbüros gab an, mit BIM Probleme effizienter lösen und insgesamt einen besseren Projektfortschritt erreichen zu können. Kombiniert mit den kommenden neuen Vergaberichtlinien versprechen sich Unternehmen so besonders in Zukunft deutliche Vorteile durch eine hohe Kompetenz im BIM-Umfeld. Dies dürfte auch dazu führen, dass die BIM-Nutzung deutlich ansteigen wird.

Aktuell können sich BIM-kompetente Unternehmen noch als Vorreiter in der Digitalisierung der Baubranche positionieren - eine Chance, jetzt schon alle Vorteile für das eigene Unternehmen zu realisieren. 58% der befragten Ingenieursbüros gaben etwa an, mit einer BIM-Implementation die Probleme eines Projektes effektiver lösen zu können. Dazu gehört auch die Umsetzung, bei der ebenfalls 58% der Befragten angaben, bessere Projektfortschritte zu erzielen.

Individueller Einstieg in die Digitalisierung

Oft finden Unternehmen den Einstieg in die BIM-Technologie durch Pilotprojekte. Sie setzen nur in den seltensten Fällen auf eine komplette Einführung von BIM in allen Prozessschritten: „Einer der großen Vorteile der Technologie ist, dass Unternehmen für sich eine ganz individuelle Einführungsstrategie und das passende Tempo wählen können“, kommentierte Theo Agleopoulos, Senior Director für Infrastructure Business, Strategy und Marketing bei Autodesk. In so einer Pilotphase würden die meisten Unternehmen die großen Vorteile der Technologie erkennen und planten von dort aus eine weitreichendere Einführung, wie die Autodesk-Studie resümiert.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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