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5. BIM-Jahresumfrage: „Um BIM kommt niemand herum!“

(15.1.2021) Die jährlich BIM-Umfrage wurde 2020 anlässlich des BIM-Tages Deutschland erhoben. Unterstützer der nun schon 5. Befragung waren planen-bauen 4.0, Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Planen und Bauen, TÜV-SÜD Advimo und DGNB. 314 Teilnehmer beantworteten dazu 20 Fragen mit zum Teil überraschenden(?) Ergebnissen. So meinten 55% der Befragten, dass um BIM niemand mehr herumkäme - doppelt so viele, wie noch im Jahr zuvor. Der Anteil derer, die BIM noch gar nicht einsetzen, sank von 21% auf 16%. Befragt wurden Mitglieder aus allen Immobilien-Lebens­zyk­lus­phasen. Erstmals wurden 2020 auch Fragen zur Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft gestellt.

Zur Erinnerung: Die erste BIM-Umfrage wurde im Herbst 2016 durchgeführt – ein Jahr nach Veröffentlichung des Stufenplans für Digitales Planen und Bauen (siehe auch Beitrag „BIM soll bis 2020 (für Infrastrukturprojekte) stufenweise eingeführt werden“ vom 15.12.2015.). In den darauffolgenden Jahren wurde eine Reihe von Fragen in den jährlich erhobenen BIM-Umfragen fortgeführt und auch 2020 übernommen.

Extra-Schwerpunkt 2020: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

„Mir war bedeutend, grundlegende Entwicklungen zu BIM und zur Digitalisierung auch langfristig vergleichbar sichtbar zu machen“, so Ralf Golinski, Initiator und Herausgeber der BIM-Umfrage. „Jedes Jahr kamen dann neue Schwerpunkt hinzu, dieses Mal etwa im Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit.“ Ein Drittel der Befragten antworteten auf die Frage, ob sie digitale Methoden schon im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit angewendet hätten, mit „Ja“, und über 50% damit, dass Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle in ihren Überlegungen zur Digitalisierung / Einsatz von BIM spiele. Allerdings dürfen die Ergebnisse nicht als repräsentativ für die Branchen in strengerem Sinne gewertet werden, gleichwohl können aber wohl aufschlussreiche Einsichten, Tendenzen und vorherrschende Meinungen über die aktuellen Entwicklungen zu BIM und Digitalisierung geschlussfolgert werden.

  • Kollaboration / Zusammenarbeit,
  • Effizienzsteigerung und
  • höhere Datenverfügbarkeit

... das waren die drei meistgenannten Veränderungen, welche die Teilnehmer durch die Digitalisierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft erwarten. Und den größten Nutzen von BIM sehen 83% in der Vermeidung von Fehlern und der Reduktion von Mängeln, sowie 76% in einer besseren integralen Planung - doppelt so viele, wie noch ein Jahr vorher.

Auf die Frage, was sich durch BIM am meisten ändern werde, antworteten immerhin 39%, dass eine FM-gerechte Planung real werde - ein Jahr zuvor sahen das erst 13,5% so. Und zu den größten Herausforderungen bei bereits realisierten BIM-Pro­jek­ten zählten die Überzeugung der Auftraggeber bzw. Bauherren und auch die Auswahl passender IT.

Sämtliche Ergebnisse der 20 Fragen aus der 5. BIM-Umfrage, sowie die Ergebnisse der vier vorherigen Studie sind kostenfrei downloadbar via immo-kom.com/marktstudie (direkter PDF-Download).

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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