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ZDB: Schwierige Situation am Bau

(18.12.2000) Die Betriebe berichten überwiegend von einer unbefriedigenden Geschäftslage im November. Aus West- und Ostdeutschland trafen für den sonstigen Tiefbau sowie für den westdeutschen Wohnungsbau noch am ehesten Meldungen über eine befriedigende (saisonübliche) Geschäftslage ein. In den Geschäftsfeldern Öffentlicher Hochbau und Straßenbau war die Unzufriedenheit mit den Geschäften besonders ausgeprägt. Zu diesem Ergebnis kommt die monatliche Umfrage des Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) unter seinen Mitgliedsbetrieben.

Die Baunachfrage gestaltete sich überwiegend schwächer als im Vormonat. Im Wohnungsbau, gewerblichen Bau und sonstigen Tiefbau war der Abfall der Auftragseingänge nicht so ausgeprägt wie im Straßenbau oder öffentlichen Hochbau.

Die Bautätigkeit verharrte im Tiefbau annähernd auf dem Vormonatsniveau. Westdeutsche Wohnungsbau-Unternehmen waren ebenfalls weniger stark von Produktionseinbußen betroffen. Im Wirtschaftsbau hatte eine erhebliche Zahl der Betriebe nicht mehr so viel wie im Vormonat zu tun. Die Beschäftigung ging dennoch nicht wesentlich zurück, obgleich aufgrund der konjunkturellen Entwicklung Personal entlassen werden musste.

Behinderungen der Produktion traten in Westdeutschland vereinzelt aufgrund ungünstiger Witterung ein. Gravierende Ursache für eine schleppende Bautätigkeit waren Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber, die Festsetzung langer Zahlungsziele und ungerechtfertigte Reduzierungen der Rechnungsbeträge. Die Liquidität der Bauunternehmen war dadurch äußerst gefährdet.

Die Geräteauslastung blieb schwächer als im Vormonat. Im Hochbau wurde in den westdeutschen Betrieben ein Auslastungsgrad von 59% erreicht, und bei den Tiefbauarbeiten lag der Wert im Westen bei 57%. In Ostdeutschland waren die Tiefbaukapazitäten mit 55% etwas besser als die des Hochbaus mit 52% ausgelastet. Die Investitionen dienten vorrangig Ersatzzwecken und wurden so weit wie möglich in Rationalisierungs-Maßnahmen eingebunden.

Die Auftragsbestände verringerten sich, so dass deren Bewertung durch die Betriebe weitgehend negativ ausfiel. Im Westen blieben die Auftragsbestände im Hochbau mit einer durchschnittlichen Reichweite von 1,9 Monaten und im sonstigen Tiefbau mit 1,8 Monaten knapp unter dem Vormonatswert. Die westdeutschen Straßenbaubetriebe verzeichneten dagegen einen deutlichen Abfall auf nur noch 1,5 Monate. In ostdeutschen Betrieben sind die vorliegenden Auftragssummen für Hochbauleistungen so gering, dass daraus eine Reichweite von nur noch einem Monat resultiert. Im sonstigen Tiefbau und im Straßenbau entsprechen die durchschnittlichen Reichweiten mit 1,6 bzw. 1,5 Monaten praktisch dem Vormonatsniveau.

Bei den Baupreisen zeichnet sich weiterhin keine Erholung ab. Wettbewerbsverzerrungen durch Anbieter ohne Tarifbindung bzw. mit weniger kostenträchtigen Tarifbestimmungen drücken nach wie vor das Preisniveau. Eine

Überwälzung eingetretener Kostensteigerungen (z. B. Kraftstoffe) auf die Preise ist derzeit praktisch nicht möglich.

Die kurzfristigen Erwartungen blieben im November negativ gestimmt. Von dominierendem Einfluss ist die ungünstige Beurteilung der weiteren Auftragsentwicklung. Daran koppeln sich ähnlich pessimistische Einschätzungen zur Geschäfts- und Preisentwicklung in den nächsten Monaten (besonders ausgeprägt in den neuen Ländern).

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