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ZDB: Sommer bringt dem Bau kaum Wärme

(15.8.2002) Die Einschätzungen der Bauunternehmen zur aktuellen Geschäftslage zeigen nur für die Tiefbaubereiche leichte Erholungen, bei allerdings starken regionalen Unterschieden. Nach wie vor wird von der Mehrzahl der Unternehmen die derzeitige Geschäftslage als unbefriedigend bezeichnet. Das ergab die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für den Monat Juli 2002.

Die Baunachfrage blieb weitgehend unverändert, vereinzelt zu beobachtende Belebungen zeigten sich im Straßenbau und sonstigen Tiefbau sowie im westdeutschen Wohnungsbau.

Die Bautätigkeit tendiert in den Betrieben des ostdeutschen Bauhauptgewerbes stabiler als in den westdeutschen Betrieben. Hier wurden für die Hochbaubereiche wieder häufiger Abschwächungen der Bautätigkeit gemeldet. Die Betriebe hielten weitgehend die Beschäftigtenzahl des Vormonats.

Die Auftragsbestände gingen im ostdeutschen Bauhauptgewerbe durchweg und in westdeutschen Betrieben für den Hochbau leicht zurück. Im Westen zogen die Reichweiten für den Straßenbau auf 1,7 Monate und für den sonstigen Tiefbau auf 1,8 Monate leicht an. Im Hochbau verzeichnen die westdeutschen Betriebe nunmehr eine mögliche Produktionsdauer von 1,8 Monaten. In ostdeutschen Betrieben betragen die Reichweiten im Hochbau 1,3 Monate, im Straßenbau 1,3 Monate und sonstigen Tiefbau 1,6 Monate. Da die durchschnittliche Reichweite generell unter zwei Monaten liegt, schätzen die Betriebe ihren Auftragsbestand daher meist als zu klein ein.

Die Baupreise werden von der Mehrzahl der Unternehmen als "unverändert" bezeichnet. Das Niveau ist allerdings weiterhin unbefriedigend und des Öfteren als geradezu ruinös einzustufen.

Die finanziellen Anspannungen werden im Westen wie im Osten als vorrangiges Hemmnis für eine kontinuierliche Bautätigkeit herausgestellt. Dabei spielen die Zahlungsverzögerungen durch die Auftraggeber die nach wie vor entscheidende Rolle. Produktionsbehinderungen durch Streikmaßnahmen waren regional in unterschiedlichem Ausmaß zu verzeichnen.

Die Baubetriebe konnten ihre Kapazitäten lediglich im Tiefbau stärker als im Monat zuvor auslasten. Dennoch signalisieren die Auslastungsgrade mit 60% im westdeutschen Hochbau und 65% im westdeutschen Tiefbau die derzeit schwache Baukonjunktur. Für Ostdeutschland liegen die Werte mit 47% im Hochbau und 48% im Tiefbau auf einem nach wie vor ungünstigeren Niveau. Investitionen können von den Unternehmen nur in geringerem Umfang getätigt werden.

Die Einschätzungen der Baubetriebe zur weiteren Entwicklung in den nächsten drei Monaten sind wieder etwas skeptischer geworden. Dabei ähneln sich die Aussagen zur Entwicklung der Geschäfte, der Aufträge und der Preise. Überwiegend erwarten die Betriebe keine Veränderungen. Äußerungen hinsichtlich möglicher Veränderungen erfolgen eher in negativer als in positiver Richtung.

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