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Technischer Fortschritt sorgt für wachsende Öl-Reserven

(1.12.2003) Trotz einer zugenommenen jährlichen Ölförderung auf knapp 3,5 Milliarden Tonnen haben sich die bestätigten Rohölreserven der Welt in den letzten 60 Jahren stetig erhöht:

  • 1940 beispielsweise umfassten die gesicherten Erdölreserven rund 6 Milliarden Tonnen,
  • 1960 betrugen sie 41 Milliarden Tonnen,
  • heute liegen sie bei 165 Milliarden Tonnen.

Maßgeblichen Anteil an dem kontinuierlichen Anstieg der Welterdölreserven haben technische Verbesserungen. So erlaubt zum Beispiel die dreidimensionale Seismik ein viel genaueres Orten von Gesteinsschichten, in denen sich Öl vermuten lässt. Das Verhältnis "trockener" zu fündiger Bohrungen liegt heute bei zwei zu eins. Noch vor 15 Jahren kam auf zehn Bohrungen nur eine fündige.

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Der technische Fortschritt erleichtert aber nicht nur die Entdeckung neuer Felder, sondern spielt auch bei der Nutzung bekannter Öl-Reserven eine wichtige Rolle. So konnten in diesem Jahr die riesigen kanadischen Ölsandvorkommen in die bestätigten Erdölreserven einbezogen werden, weil innovative Fördertechniken wie die unterirdische Dampf-Injektion die Kosten so weit haben sinken lassen, dass dort eine Ölgewinnung gesichert wirtschaftlich geschehen kann. Kanada ist nun hinter Saudi-Arabien das Land mit den zweitgrößten Erdölreserven der Welt.

High Tech ermöglicht auch die Ölförderung in immer größeren Wassertiefen. Vor zehn Jahren lag der Wassertiefenrekord bei Offshore-Bohrungen noch bei 872 Meter. Der derzeitige Rekord wird im Golf von Mexico in einer Wassertiefe von 2195 Meter gehalten. Explorationsexperten rechnen schon in den nächsten Jahren mit einer Offshore-Bohrung in 3000 Meter Wassertiefe.

In den bestätigten Ölreserven sind nur jene Ölmengen enthalten, die sich mit vorhandener Technik zu derzeitigen Preisen wirtschaftlich gewinnen lassen, nicht aber die gesamte Ölmenge einer Lagerstätte. Auf diesem Gebiet zeitigt der technische Fortschritt ebenfalls Erfolge. Während die so genannte Entölungsrate beispielsweise bei Nordseeölvorkommen vor 20 Jahren noch bei 30 Prozent gelegen hat, lassen sich derzeit etwa 40 Prozent des in den Gesteinsschichten lagernden Öls wirtschaftlich fördern.

Zur langfristigen Bewertung der Versorgungssicherheit müssen allerdings nicht nur die gesicherten Reserven, sondern auch die so genannten Ressourcen berücksichtigt werden. Dazu zählen alle nicht konventionellen Rohölvorkommen wie Schweröl und Ölschiefer, die derzeit noch nicht überall wirtschaftlich gefördert werden können. Unter Einbeziehung dieser Ressourcen reichen die Rohölvorräte mehrere Jahrhunderte.

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