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Nur "Normaler" Immobilienumsatz im Jahr 2008

(15.2.2009) Der Immobilienumsatz ist 2008 in Deutschland deutlich zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der IVD-Marktforschung auf Basis des vom Bundesministerium der Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommmens. Insgesamt sind Immobiliengeschäfte von über 160 Milliarden Euro umgesetzt worden. Damit liegt das Umsatzvolumen um rund 34 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert (194,45 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Rückgang von 17,45 Prozent. Als Ursache des deutlichen Rückgangs sieht der IVD die Finanzkrise, die insbesondere im zweiten Halbjahr 2008 zu sinkenden Transaktionszahlen bei größeren Immobiliengeschäften geführt hat.

"Der Markt hat sich normalisiert", sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD. "Die Boomjahre 2006 und 2007 waren durch besondere Effekte wie große Investmentdeals und Paketverkäufe an ausländische Investoren gekennzeichnet. Als Maßstab können sie daher nicht dienen." Der langjährige Durchschnittswert sei trotz der aktuellen Finanzkrise übertroffen worden. Nach Angaben des IVD liegt er für die Jahre 1991 bis 1998 bei 154,8 Milliarden Euro.

Der Immobilienmarkt ist offensichtlich grundsätzlich intakt. "Die Fundamentaldaten stimmen weiterhin", berichtet Schick. "Der deutsche Immobilienmarkt hat sich im internationalen Vergleich gut behauptet." Das gelte vor allem für das private Wohnimmobiliengeschäft. "Die selbst genutzte Wohnimmobilie, aber auch die vermietete Wohnung sind ein lohnendes Investment. Die aktuelle Krise der Investments an der Börse und in spekulative Papiere betont die Stärke der Anlageklasse Immobilie", so Schick weiter. Gute Immobiliengeschäfte seien auch 2009 möglich, große Immobilienpakete allerdings nur in kleineren Stückelungen vermarktbar.

Regionale Einzeldaten

Vom aktuellen Umsatzvolumen entfielen 144,43 Milliarden Euro auf die westdeutschen Bundesländer und Berlin (gesamt), auf die ostdeutschen Bundesländer entfielen 16,08 Milliarden Euro.

Besonders stark vom Rückgang des Transaktionsvolumens waren die Bundesländer Hessen (-33,3 Prozent) und Hamburg (-31,8 Prozent) betroffen, am geringsten Rheinland-Pfalz (-1,26 Prozent).

Umsatzstärkstes Bundesland ist Nordrhein-Westfalen (34,38 Milliarden Euro), gefolgt von Bayern (29,04 Milliarden Euro) und Baden-Württemberg (22,7 Milliarden Euro). In den neuen Bundesländern war das Immobilientransaktionsvolumen in Sachsen am höchsten (5,74 Milliarden Euro).

"Diese Zahlen bestätigen die Beobachtung der circa 6.000 Mitgliedsunternehmen im IVD Bundesverband", kommentiert Schick die Auswertung. "Das Immobiliengeschäft hat im vergangenen Jahr in den Boomstädten der Jahre 2006 und 2007 besonders gelitten. Hamburg, Frankfurt, Berlin und andere Metropolen standen im Interesse vor allem ausländischer Investoren. Die Rückgänge im Immobiliengeschäft fielen dagegen in den kleineren Städten und im ländlichen Raum nicht so drastisch aus."

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