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Schlechte Konjunkturzahlen lassen Zinsen sinken

(15.2.2009) Überaus schlechte Konjunkturzahlen in Europa und die steigende Unsicherheit über die Durchschlagskraft der neuen US-Regierung haben in der abgelaufenen 7. Woche zu einem Kursrückgang bei Aktien und zu Umschichtungen in Staatsanleihen geführt. Damit sind die Renditen bei den längeren Laufzeiten am Anleihemarkt überraschend gesunken. Sowohl die Aktien- als auch die Zinsmärkte sind derzeit sehr schwankungsanfällig und schaffen es nicht, einen Trend zu entwickeln.

Während am Zinsmarkt die Ausrichtung der Notenbanken klar ist und niemand daran zweifelt, dass in den USA die Leitzinsen noch lange nahe dem Nullpunkt bleiben werden (so wie in allen anderen großen Märkten die Leitzinsen auch gegen Null tendieren werden), ist die Unsicherheit bei den langen Laufzeiten sehr ausgeprägt. Einerseits gibt es die Furcht vor einer deflationären Entwicklung, die dafür sprechen würde, dass die langfristigen Zinsen noch weiter fallen können. Andererseits baut sich jedoch über die explosionsartig wachsende Staatsverschuldung ein Angebotsdruck am Kapitalmarkt auf, der zu sehr viel höheren Risikoprämien für Kredite und Anleihen mit langen Laufzeiten führen könnte. Besonders am amerikanischen Anleihemarkt, der maßgeblich auch den Trend an den übrigen Zinsmärkten bestimmt, gibt es große Verunsicherung über die Finanzierbarkeit der wachsenden Defizite, die ohne Kaufinteresse der Sparnationen China und Japan schwer darstellbar ist.

Vor diesem Hintergrund ist es gefährlich, auf sinkende Baufinanzierungskonditionen zu spekulieren. Interhyp beispielsweise empfiehlt, die Zinsrückgänge der vergangenen Tage konsequent zu nutzen und damit Kalkulationssicherheit zu erreichen. Der Wettbewerb unter den Banken führt weiterhin zu sehr attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten. Besonders wichtig in diesen volatilen Marktphasen ist die Wahl der richtigen Finanzierungsstruktur in Bezug auf Laufzeiten, Tilgungsmöglichkeiten und Einsatz von Fördermitteln. So können Kombinationen aus 5-jährigen mit 15- oder 20-jährigen Zinsbindungen sehr sinnvoll sein, weil sie hohe Kalkulationssicherheit mit niedrigeren monatlichen Belastungen und Flexibilität bei der zukünftigen Rückzahlung verbinden.

Wichtig für Anschlussfinanzierer: Banken gehen derzeit sehr unterschiedlich mit Forward-Aufschlägen um, woraus sich günstige Gelegenheiten ergeben können. Auch hier lohnt sich das Gespräch mit unseren Spezialisten, um das richtige Konzept für die Darlehensverlängerung zu finden.

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