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Neue Latentwärme-Speicherplatte speziell für abgehängten Decken

(12.11.2009; upgedatet am 12.5.2014: Die Produktgruppe Produktgruppe „DELTA-PCM“ wird von Dörken nicht mehr angeboten!) Mit dem neuen Delta-Cool 24 board von Dörken können Räume mit Latentwärmespeichern ausgerüstet werden, um das Raumklima passiv - also ohne weitere Raumlufttechnik - positiv zu beeinflussen. Die neuen Speicherplatten aus UV-stabilisiertem Kunststoff sind mit einem PCM (Phase Change Material) auf Salzhydratbasis gefüllt und lassen sich in abgehängte Decken integrieren:


Die Speicherelemente sind mit ihren Abmessungen von 610 x 610 x 17 mm an das gängige Maß von Deckenplatten angepasst und werden mit ihrer glatten Seite darauf verlegt. Die Oberseite des Latentwärmespeichers ist dagegen strukturiert, um die Oberfläche zu vergrößern und so die Be- und Entladung mit Wärmenergie zu verbessern. Das neue Delta-Cool 24 board kann als passive Kühlung überall dort eingesetzt werden, wo hohe Temperaturbelastungen zum Beispiel durch direkte Sonneneinstrahlung oder technische Geräte entstehen. Das langzeitstabile PCM hat einen bei ca. 22°C beginnenden Schmelzpunkt und setzt damit genau an dem Temperaturbereich an, ab dem das Wohlbefinden der meisten Menschen erheblich beeinträchtigt wird. Die Raumtemperatur soll so im Schnitt um 5°C verringert werden können.

Da das System weitgehend passiv funktioniert, ist eine Zufuhr von Kühlungsenergie nicht erforderlich. Bei der Standortwahl müssen deshalb keine Anschlüsse an das Versorgungsnetz berücksichtigt werden. Anders als bei einer konventionellen Raumklimatisierung entsteht auch keine Zugluft und keine Geräuschbelästigung. Tests mit über 10.000 erfolgreichen Zyklen belegen zudem im Einzelfall eine wartungsfreie Funktionssicherheit von 25 Jahren ohne Leistungsverlust.

zur Erinnerung: Wie wirken PCMs?

Gebäude mit massiven Wänden aus Beton oder dickem Mauerwerk haben eine hohe Wärmespeicherkapazität und wirken deshalb im Sommer wie ein Wärmepuffer: Tagsüber nehmen sie Wärme auf und geben sie nachts wieder ab. Im Innenraum bleibt es auch bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl. Gebäude mit geringer Wärmespeicherkapazität heizen sich dagegen bei hohen Temperaturen stark auf. Dieser Aufheizeffekt lässt sich jedoch durch den Einbau von Latentwärmespeichern positiv beeinflussen. Sie können bei einer bestimmten Temperatur Wärme aufnehmen oder abgeben, ohne dass sich ihre eigene Temperatur verändert. Die Aufnahme oder Abgabe von Wärme bewirken stattdessen eine Veränderung des Aggregatzustandes des Speichermaterials von fest nach flüssig bzw. flüssig nach fest. Deshalb bezeichnet man diese Materialien auch als Phase Change Material - Phasenwechselmaterial. Durch die spezifische Wahl des PCMs ist eine Vorgabe der Temperatur möglich, bei der die Wärmespeicherung einsetzen soll. Bei Wasser zum Beispiel beträgt sie 0°C. Die für Baumaterialien günstige Schmelztemperatur liegt zwischen 22° und 29°C.

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