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Deutscher Fassadenpreis 2012: Energieeffiziente Fassadendämmung

(2.10.2012) Der Deutsche Fassadenpreis 2012 ist entschieden. Fest etabliert hat sich mittlerweile das Wettbewerbsgebiet der Energieeffizienten Fassadendämmung. Auch in diesem Jahr zeigten Planer und Handwerker hier zum Teil spektakuläre Fassaden-Metamorphosen, besonders eindrücklich ablesbar am 1., 2. und 3. Preis dieser Gruppe.

1. Preis – eine doppelte Optimierung mit Ausstrahlung

Energetischer Quantensprung, optische Komplettverwandlung: Gleich doppelt revitalisiert wurde in Hamburg-Iserbrook ein 14-geschossiges Hochhaus mit angrenzendem Wirtschaftsgebäude aus den 70er-Jahren. Die bisher ungedämmten Fassaden wur­den mit einem aufwändigen Dämmkonzept in unterschiedlichen Plattenstärken auf zeitgemäßen energieeffizienten Stand ge­bracht. Dabei erhielten beide Gebäude ein gänzlich verändertes Erscheinungsbild.

Ein plastisches Fassadenrelief in Sand-, Rot-, Grau- und Schwarztönen überlagert jetzt die Vertikalstruktur der Bestandsfassaden. Dabei spielt die Fassadengestaltung mit unterschiedlichen Materialien (Putz, Aluminiumverbundplatten und dem Glas der Fenster sowie Loggien), neuen Gliederungen und überlegt gesetzten Farbflächen, um ein jetzt spannungsvolles Fassadenraster entstehen zu lassen.

„Erst wenn man sich den Fassadenzustand vor und nach der energetischen Sanierung vergegenwärtigt, wird dem Betrachter bewusst, welchen enormen gestalterischen Mehrwert diese Sanierung letztendlich erbracht hat“, formuliert die Jury. Aus einem eintönig gestapelten Wohnhochhaus mit Gewerbefläche ist ein lebhaftes, vielfältig differenziertes städtebauliches Merkzeichen geworden. Die hohe Qualität der Baumaß­nahmen hat die Jury bewogen, das Projekt einstimmig mit dem 1. Preis in der Katego­rie Energieeffiziente Fassadendämmung auszuzeichnen. Der Preis ging an das Büro nps tchoban voss, Architektur und Städtebau, und für die handwerkliche Umsetzung ALAS Hochbau (beide Hamburg).

2. Preis – ein Mehr an Lebensqualität, sichtbar gemacht

Die Hamburger Anlage in der Fockenweide mit ihren 100 Wohneinheiten zeigte sich vor ihrer Sanierung wenig fit für die Zukunft. Auch hier gab das Ziel, den Wohnbau durch eine leistungsfähige Außendämmung, die Beseitigung von Wärmebrücken und den kon­sequenten Einbau von wärmegedämmten Fenstern energetisch zu optimieren, den Ausschlag für eine ebenso wertige neue Fassadengestaltung.

Aus der deprimierenden Traurigkeit der alten Klinker- und Sichtbeton-Fassaden von 1975 ist eine lebhaft kontrastreiche und fröhliche Außenhaut entstanden: Weiße Flächen kontrastieren mit gelben in den Loggien, Laibungen und Fensterspiegeln. Ein bemerkenswertes Gegengewicht schaffen die Putzanstriche und erdgeschosshohen Verklinkerungen in Schwarz, die die Eckgebäude und Treppenhäuser akzentuieren.

„Hier wird bewiesen, dass die Farbe Schwarz in der Kombination und als Kontrast überaus spannend eingesetzt werden kann“, befand die Jury in ihrer Begründung für diesen 2. Preis. Damit wurde die Teamleistung der Bauherrin, der Hanseatischen Sied­lungsgesellschaft (Hamburg), des Büros Huke-Schubert Berge Architekten (Hamburg), des Malereibetriebs Dinger (Hamburg) und der H. J. Rath Handelsgesellschaft Malerei (Hohenaspe) belohnt.

3. Preis – eine plastische Aufwertung

Wohl in jeder Stadt finden sich die nüchternen „Wohnschachteln“ aus den 1970er-Jahren, die einst als begehrte Mehrfamilienhäuser gebaut worden waren. Eine solche Wohnanlage im baden-württembergischen Schopfheim bei Lörrach knüpft nach einer baulichen, energetischen und ästhetischen Runderneuerung wieder an diese guten Zeiten an - sehr hochwertig und nach heutiger Lesart. Dazu erhielt die zuvor unge­gliederte Kubatur eine farbliche und plastische Gliederung.

Durch geschickten Einsatz von drei unterschiedlichen Dämmstoffstärken wurden die einzelnen Gebäudeteile gemäß ihrer Funktion und Bedeutung herausgearbeitet. Deren Akzentuierung mit horizontalen und vertikalen Feldern ist zurückhaltend bis in die Farbwahl - einem Weiß-, einem Schokoladen- und einem Grau­ton -, doch ungemein wirkungsvoll. Putzoberflächen, Farben und die Sichtbetonbauteile in den Außenanlagen spielen hier melodisch zusammen – eine Gesamtleistung, die das Preisge­richt mit dem 3. Preis in der Kategorie Energieeffiziente Fassa­densanierung hervorhob. Diesen Erfolg können sich die Städ­tische Wohnbaugesellschaft Lörrach als Bauherrin, Wilhelm und Hovenbitzer und Partner Freie Architekten aus Lörrach sowie der Malerbetrieb Göring aus Maulburg gemeinsam auf die Fah­nen schreiben.

Vorstellung der ausgezeichneten Projekte 2012 in den Kategorien ...

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