In jedem Fall minimieren konstruktive Details die Befall-Gefahr erheblich: An erster Stelle steht der ausreichende Dachüberstand. Dieser reduziert die Regenbelastung der Fassade und mindert gleichzeitig die nächtliche Auskühlung, d.h. die Wärmeabstrahlung des Gebäudes in den Nachthimmel. Tropfkanten, geneigte Verwahrungen und Wasser abführende Gesimse oder Attiken entlasten die Fassade von zusätzlichem Wassereintrag. Ein Regenprallstreifen bzw. Spritzwasserschutz schützt den Sockelbereich. Auch Fassadenbaustoffe, die Wärme speichern können (z.B. Dickputze und Klinker), neigen weniger zur Algenbildung, denn auf ihnen kondensiert in kühlen Nächten weniger Feuchte.
zur Erinnerung: Unter bestimmten Bedingungen wachsen die allgegenwärtigen Mikroorganismen auf fast allen Untergründen. Eine einzelne Ursache lässt sich zwar nicht ausmachen, jedoch unterstützen mehrere Faktoren den Befall: Neben hohem Feuchtigkeits- und Nährstoff-Angebot begünstigen Umfeldeinflüsse den Bewuchs. Dazu gehört die (geografische) Lage und die Nähe zu Bäumen, Wasserflächen oder landwirtschaftlichen Arealen. Auch der ländliche Raum mit seiner besseren Luftqualität begünstig das Wachstum zu .