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Handwerksverband: Krise am Bau spitzt sich zu

(4.4.2001) Alarm am Bau! Die Krise droht sich zu verfestigen, die Auftragseingänge im ersten Quartal 2001 signalisieren keine Besserung. Ein Investitionsstop und weitere negative Impulse im Beschäftigungsbereich sind zu erwarten. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) befürchtet, dass die desolate Stimmung am Bau die gesamte Handwerkskonjunktur nach unten zieht. Ein Eingreifen der Politik ist nach Ansicht des ZDH dringend geboten. Die aus UMTS-Erlösen finanzierten Programme zur Ankurbelung der Baukonjunktur und eine Infrastrukturoffensive im Verkehrsbereich müssen schnell anlaufen, so der ZDH. Begrüßt wird auch das CO₂-Gebäudesanierungsprogramm.

Angesichts der Schwäche des Bauhandwerks gerade in den neuen Bundesländern ist die zum Ende des Jahres 2001 vorgesehene Streichung des Handwerks aus dem Begünstigtenkreis der Investitionszulage in den neuen Ländern nicht hinnehmbar. Hier fordert der Zentralverband des Deutschen Handwerks eine Gleichstellung mit dem verarbeitenden Gewerbe über 2001 hinaus. Die Umsatzverluste durch Schwarzarbeit treffen das Bauhandwerk ebenfalls.

Die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen zumindest im Bereich des privaten Wohnungsbaus kann hier die Situation deutlich verbessern. Der Gesetzgeber muss auch ein deutliches Zeichen gegen den Einsatz illegal Beschäftigter setzen und die Hinterziehung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen öffentlich brandmarken, fordert der ZDH. Seriöse Betriebe sind die Leidtragenden einer Entwicklung, die diese Tatbestände lediglich als Kavaliersdelikte begreift und den volkswirtschaftlichen Schaden nicht einzuordnen weiß. Keine wirkliche Entlastung hat das im Mai 2000 in kraft getretene "Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen" gebracht.

Die Zahlungsmoral im privaten und öffentlichen Bereich ist nach wie vor katastrophal. Verschleppte Zahlungen und das Behaupten von - oft nur vermeintlichen oder vorgeschobenen - Mängeln führen nach wie vor zu einer dramatischen Verschlechterung der Finanzsituation der Bau- und Ausbaubetriebe. Die Schere zwischen Vorleistung des Unternehmers und Erfüllung seiner berechtigten Forderungen klafft immer weiter auseinander. Folge ist ein alarmierender Anstieg der Betriebszusammenbrüche. Der ZDH wird eine Bilanz, gerade auch auf die Situation in den neuen Bundesländern bezogen, ein Jahr nach Veröffentlichung des Gesetzes vorlegen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass eine Verbesserung der gesetzlichen Position der Unternehmen so schnell wie möglich umgesetzt werden muss.

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