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Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.: Bauarbeitsmarkt

(4.4.2001) "Das Jahr 2000 war für die deutsche Bauwirtschaft kein gutes Jahr. Die Hoffnungen auf eine Trendwende am Bau haben sich im Jahresverlauf nicht bestätigt. Im Gegenteil: Die Baukonjunktur zeigte ein weiteres Mal steil nach unten. So gingen die Bauinvestitionen in Deutschland insgesamt um 2,5% zurück. Während in den alten Bundesländern mit minus 0,5% fast gleichbleibende Bauinvestitionen erreicht wurden, verzeichneten die neuen Bundesländer mit minus 8,1% einen regelrechten Einbruch." Dies erklärte Prof. Dr. Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, gestern in Berlin im Vorfeld der heutigen aktuellen Stunde zur Lage der deutschen Bauwirtschaft im Bundestag.

"Aber auch die Aussichten für 2001 sind nicht rosig. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Bauinvestitionen im Westen Deutschlands sich bei Null einpendeln werden. Im Osten werden wir aber noch einmal einen Rückgang von 4% hinnehmen müssen.

Besonders dramatisch ist in diesem Zusammenhang, dass auch die Zahl der Baugenehmigungen eingebrochen ist. So wurden in Deutschland für 20,4% weniger Wohnungen Baugenehmigungen erteilt. Für die neuen Länder liegt diese Zahl bei minus 27,9%. Auch für die Nicht-Wohngebäude wurden in den neuen Bundesländern 12,5% weniger Baugenehmigungen erteilt.

Da Baugenehmigungen die Aufträge von morgen sind, lässt diese Entwicklung für das laufende Jahr 2001 wenig positives erwarten.

Dies alles hat natürlich Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation am Bau. Wir haben bereits zum Ende des Jahres 2000 mit 1,034 Mio. Beschäftigten einen historischen Tiefststand erreicht. Dennoch werden wir auch in diesem Jahr ca. 40.000 bis 60.000 Arbeitsplätze verlieren.

Auch die Zahl der Lehrlinge hat sich um ca. 10% verringert. Waren am 31. Dezember 2000 noch knapp 70.000 Lehrlinge auf deutschen Baustellen beschäftigt, so waren dies ein Jahr später nur noch 62.000.

Wir hoffen, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages die Lage am Bau nicht nur debattieren und beklagen, sondern dass sie auch die richtigen politischen Schlussfolgerungen ziehen:

Wir brauchen dringend wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung am Bau. Das im Bundestag zur Beratung anstehende Gesetz muss noch vor der Sommerpause des Parlaments verabschiedet werden. Darüber hinaus müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die mittelständisch geprägte Bauwirtschaft darf darüber hinaus nicht länger unter der konzernorientierten Politik der Bundesregierung leiden." erklärte Robl.

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