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Kleine Tricks, große Wirkung: Wasser sparen lohnt sich

(30.11.2001) Deutschland gehört mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von rund 830 Liter pro Quadratmeter zu den wasserreichsten Ländern der Erde. Trotz dieser günstigen Voraussetzungen ist es sinnvoll, mit dem kostbaren Lebensmittel Wasser sparsam umzugehen. Im Durchschnitt verbraucht jeder Bundesbürger rund 130 Liter Trinkwasser pro Tag - Tendenz leicht fallend. Im Unterschied dazu gehen die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung und die Abwasserentsorgung seit Jahren steil nach oben. Der bewusste und sorgsame Umgang mit Trinkwasser schont nicht nur die wertvolle Ressource, sondern auch die Haushaltskasse. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat einige Tipps zusammengestellt, wie jeder in den heimischen vier Wänden durch einfache Veränderungen seiner Verbrauchsgewohnheiten viel Wasser sparen kann, ohne dadurch zwangsläufig auf Komfort zu verzichten.

  1. Ein tropfender Wasserhahn vergeudet pro Stunde etwa 0,7 Liter Wasser. Selbst wenn er pro Sekunde nur einen Tropfen verliert, summiert sich das auf 17 Liter pro Tag. Bei noch größerer Undichtigkeit können sogar bis zu 9 Liter pro Stunde verloren gehen. Das macht dann 79 m³ im Jahr, was - bei durchschnittlichen Kosten (Abwassergebühren inklusive) zwischen 8 und 9 Mark pro m³ Trinkwasser - einer Verschwendung von mehr als 600 Mark entspricht. Es lohnt sich also, defekte Dichtungen möglichst schnell auszuwechseln.
     
  2. Aus einem undichten Toilettenspülkasten laufen in einer Stunde sogar über 20 Liter aus. Innerhalb von zwölf Monaten summiert sich der vermeidbare Verlust auf mehr als 600 Mark.
     
  3. Fürs Geschirrspülen unter fließendem Wasser werden bis zu 150 Liter pro Abwasch verbraucht. Also zwischendurch immer den Hahn schließen, auch beim Putzen von Gemüse und Salat sowie beim Händewaschen. Übrigens: Eine Geschirrspülmaschine verbraucht weniger Wasser als ein Abwasch von Hand.
     
  4. Ein Vollbad bedeutet einen Verbrauch von 150 bis 200 Liter Wasser, beim Duschen kommt man mit 30 bis 80 Liter aus.
     
  5. Beim Zähneputzen oder Rasieren nicht den Wasserhahn laufen lassen, sondern besser einen Zahnputzbecher verwenden bzw. vor dem Nassrasieren das Waschbecken halb voll laufen lassen.
     
  6. Durchflussbegrenzer an den Armaturen verringern den Durchsatz von 20 auf rund 8 Liter pro Minute und kosten zwischen 10 und 15 Mark, nur für den Duschkopf (Wassereinsparung hier: 30 bis 50 Prozent) sind sie mit ca. 30 Mark etwas teurer. Achtung: nicht geeignet für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher.
     
  7. Einhebelmischer und "mischbatterien für das Waschbecken oder die Dusche verkürzen die Suche nach der richtigen Temperatur und sparen dadurch bis zu 30 Prozent Wasser.
     
  8. Bis zu 50 Prozent Wasser lassen sich sparen, wenn der Spülkasten mit einer Stoppverrichtung ausgerüstet ist, die den Spülvorgang unterbricht. Einen Nachrüstsatz gibt es schon für 20 bis 30 Mark. Alte Spülkästen verbrauchen pro Spülung 9 bis 12 Liter Wasser, moderne kommen dagegen mit 6 Liter aus. Ein neuer Spülkasten kostet inkl. Montage etwa 300 bis 400 Mark und kann bei einer vierköpfigen Familie bis zu 300 Mark pro Jahr einsparen.
     
  9. Mit dem Auto durch die Waschstraße zu fahren, ist wasser- und damit umweltschonender als es selbst abzuspritzen. Vor allem Waschanlagen mit dem Blauen Umweltengel gehen sparsam mit Wasser um, da es mehrfach verwendet wird.

Übrigens: Wasch- und Spülmaschinen wurden in den letzten Jahren strikt auf Sparkurs getrimmt, sowohl beim Wasser- als auch beim Stromverbrauch. Spätestens wenn bei einem Haushalts-Oldie eine Reparatur fällig wird, sollte man sich überlegen, ob die Anschaffung eines modernen Öko-Geräts nicht lohnender ist. Rechnet man die Einsparungen bei Wasser- und Energieverbrauch hoch, so amortisiert sich ein Neukauf schon innerhalb weniger Jahre.

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