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Altbau: Vorsorge für den kleinen und größeren Wohnkomfort

(16.12.2002) Meistens sind es Verschleißerscheinungen einzelner Bauteile, die die Dienste des Handwerkers am 30, 40 oder 50 Jahre alten Wohnhaus notwendig machen. Nach Auffassung von Wüstenrot ist dies für den Hausbesitzer auch ein guter Anlass, Sicherheit und Wohnqualität der betagten Immobilie gleich mit unter die Lupe zu nehmen. So kann er Vorsorge für ein lebenswertes Wohnen in den eigenen vier Wänden auch für die nächsten Jahre treffen.

Von eindringlicher Werbung unterstützt, rücken technische Entwicklungsschübe beim Kraftfahrzeug stärker ins Bewusstsein als bei Wohnimmobilien. Zudem gibt es am fahrbaren Untersatz Neuheiten in viel kürzeren Zeittakten als beim Haus. Trotzdem ist man überrascht, wie viel sich bei der Haustechnik, von der Energiespargesetzgebung sicherlich gefördert, in einem Vierteljahrhundert geändert hat. Wem die Werterhaltung und -steigerung seines Hauses wichtig ist, sollte rechtzeitig und Schritt für Schritt sein Wohngebäude auf den "Stand der Technik" bringen. Es dient auch der eigenen Sicherheit und einem besseren Wohngefühl.

Da kann der Hausbesitzer eine ganze Menge tun - auch im Detail. Wen stört nicht jedes Mal die Gurtzieherei bei den Rollläden, wenn gleichzeitig auf ein Fensterbrett geachtet werden muss, das von ganz links bis ganz rechts mit Blumentöpfen vollgestellt ist? Dabei stellt der Einbau eines Motors eine bauliche und finanzielle Kleinigkeit mit geradezu befreiender Wirkung dar. Kostenschätzung: Pro Rollladen (mittelgroß), komplett mit Einbau, je nach Fabrikat, von 400 bis 615 Euro.
So wie im Kleinen viel für den funktionalen Ablauf im Haus getan werden kann, lassen sich spürbare Verbesserungen auch in anderen Wohnbereichen erzielen. Immer mit der Absicht, die täglichen Abläufe für die Bewohner, auch im Hinblick auf mögliche körperliche Erschwernisse, zu erleichtern. Ein bisschen Planung ist allerdings anzuraten...

Verbesserungen im Außenbereich

Fassade: Die politisch gewollte Preisentwicklung bei Öl und Gas bringt nachdenkliche Hausbesitzer zu der einzig praktikablen Konsequenz: Die Hausfassade einschließlich der Fenster energetisch zu optimieren. Eine wärmedämmende Außenhülle schlägt sich nicht nur in reduzierten Heizkosten nieder, sondern auch in einer erhöhten Wohnqualität. Es zieht nicht mehr durch Risse und Ritzen.

Einbruchssicherheit: In Zeiten mit kurzen Tagen und langen Nächten ist es höchste Zeit, sich Gedanken über sinnvollen mechanischen oder elektronischen Schutz zu machen. Problembereiche der Sicherheit sind vor allem Haus- und Fenstertüren, Lichtschächte und Dachfenster. Deshalb sollte der Hausbesitzer sein Augenmerk auf Türblatt, Türzargen und -bänder sowie Schloss, Türschild und Schließblech legen. Im Vordergrund der mechanischen Sicherung stehen Türen und Fenster im Keller- und Erdgeschoss. Bei genauer Prüfung zeigt sich, dass 30 Jahre alte Türblätter eben nicht mehr den heutigen Erfordernissen genügen und nachgerüstet werden sollten.
Bei Beleuchtungsanlagen mit Intervallstufe, sogenannten Panikschaltungen, wird es rings ums Haus blitzschnell taghell, wenn sich jemand dem Haus nähert. Elektronische Sicherheit bieten Einbruchmeldeanlagen. Für Haushalte mit Wertsachen bis zu 100.000 Euro reichen Anlagen, die gemäß den Richtlinien des Kölner Verbandes der Sachversicherer (VdS) in die "Klasse A" einzustufen sind.

Erleichterungen in den Wohnbereichen

Mit zunehmendem Alter legen die Bewohner gesteigerten Wert auf ihre Bequemlichkeit und Regeneration. Die Kinder sind aus dem Haus - Ideen für ein "Neues Wohnen" können konkrete Formen annehmen. Einige Vorschläge hat Wüstenrot zusammengestellt:

Küche: Warum nicht mal an eine neue Küche denken, die gleichzeitig Arbeitsraum und Wohnbereich sein kann? Diese Frage wird immer häufiger im Zusammenhang mit moderner Küchenplanung gestellt und mit einem eindeutigen Ja zu einer betont wohnlichen Atmosphäre hin beantwortet. Nach einer Untersuchung des Frankfurter Instituts "Media Markt Analysen" wollen die Bewohner besonders gern dort einen Teil ihrer Freizeit verbringen.

Wohnzimmer: Die Geschmäcker sind verschieden. Selbst der Stil ein und derselben Person kann sich im Laufe von 30 oder 40 Jahren grundlegend ändern. Aus einer Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), in der die Einrichtungsstile der deutschen Wohnungen unter die Lupe genommen wurden, geht hervor, dass sich beispielsweise bei der guten Stube folgende Einrichtungslösungen prozentual so verteilen: Rustikal 18 Prozent, klassisch-konservativ 17 Prozent, klassisch-modern ebenfalls 17 Prozent. Weitere sieben Prozent bezeichnen ihr Wohnzimmer als elegant, vier Prozent bevorzugen den Landhausstil und immerhin drei Prozent bekennen sich zu einem futuristisch-modernen Einrichtungsstil. Mit 26 Prozent erhielt die meisten Nennungen jedoch das Wohnzimmer mit der individuellen eigenen Prägung.

Schlafzimmer: Möglicherweise ist die zunehmende Sorge um ein wohngesundes Leben ausschlaggebend für den Wunsch vieler Hausbewohner, wenigstens die Schlafphase in einer unbelasteten Umgebung - frei von Elektrosmog - zu verbringen. Halogenfreie, abgeschirmte Elektroleitungen lassen sich auch nachträglich im Schlafzimmer einbauen.

Licht in Haus und Wohnung: Mit zunehmendem Alter wird gutes Licht im Haus immer wichtiger. Ob in Küche, im Heimbüro oder in der häuslichen Werkstatt: Nur bei optimalen Lichtverhältnissen kann sich der arbeitende Bewohner wohlfühlen. Neben der guten alten Gebrauchsglühlampe, deren Licht als besonders warm empfunden wird, hat sich die Halogenglühlampe in den zurückliegenden Jahren durchgesetzt. Dank ihrer kleinen Abmessungen können Niedervolt-Halogenlichtsysteme für eine punktgenaue Anstrahlung sorgen. In Schienen-, Stangen- oder Seilzugführung eignen sie sich sogar für dekorative Beleuchtungsakzente.

Zweckbetont, aber mit Stimmung - ein Leitgedanke für mehr Lebens- und Wohnqualität in Haus oder Wohnung.

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