Baulinks -> Redaktion  || < älter 2003/0500 jünger > >>|  

BINE-Projekt-Info: (Heißwasser-)Wärmespeicher aus GFK

(18.5.2003) Solare Wärme muss man speichern, denn geduscht und geheizt wird eben auch dann, wenn die Sonne nicht scheint. Für die Wärmespeicherung nutzt man üblicherweise Stahltanks oder Betonkonstruktionen. Eine Alternative sind glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK). Zur Erinnerung: GFK ist ein Verbundwerkstoff aus Glasfasern und synthetischen Polymeren; er ist enorm reißfest und zugleich korrosions- und medienbeständig. Die neue BINE-Projekt-Info "Glasfaserverstärkte Kunststoffe für den Wärmespeicherbau" stellt Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung an Heißwasser-Wärmespeichern aus GFK vor (Stand 2002/2003).

An der TU Ilmenau wird in Zusammenarbeit mit Industriepartnern an der Entwicklung von Heißwasser-Wärmespeichern aus GFK gearbeitet. Der dreijährige Probebetrieb eines 300 m³-Pilotspeichers im Schortetal bei Ilmenau in Thüringen hat die entscheidenden Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der GFK-Speichertechnologie geliefert. Entwickelt wurden mobile Speichersysteme mit geringem Gewicht, die UV- und hitzeresistent sind.

Pilotanwendungen bestätigen inzwischen die Eignung für hohe Speichertemperaturen, lange Lebensdauern sowie eine hohe Anpassungsfähigkeit der Konstruktion an veränderte Projekt- und Standortbedingungen. Entwicklungsergebnis der Ilmenauer Forscher ist eine einsatzfähige Baureihe inklusive Kostenkalkulationen und Konstruktionsunterlagen für Speichervolumina von 100, 300, 900 und 1.000 - 6.000 m³. Marktchancen ergeben sich für GFK-Speicher vor allem im mittleren Größensegment (etwa 100 bis 1.000 m³), das künftig als Tages-, Wochen- oder Monatsspeicher an Bedeutung gewinnen wird. Die Forschungsarbeiten wurden im Rahmen des Förderkonzepts Solarthermie-2000 gefördert.

siehe auch:

ausgewählte weitere Meldungen:

Impressum | Datenschutz © 1997-2020 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)
ANZEIGE