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Büroarchitektur auf dem Prüfstand

(22.1.2005) Das Arbeitsklima muss stimmen - im wahrsten Sinne des Wortes: Es soll weder zu kalt sein noch zu feucht. Doch die Behaglichkeit der Mitarbeiter darf nicht zu viel Strom kosten. In einem Versuchsgebäude testen Forscher Fassaden & Co auf Energieeffizienz und Behaglichkeit.

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Forscher vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen wollen nun den Energieverbrauch verschiedener Gebäudeentwürfe samt Klimaanlagen, Beleuchtungen sowie Blendschutz minimieren und gleichzeitig den individuellen Komfort am Arbeitsplatz verbessern. Dafür haben sie ein dreigeschossiges Versuchsgebäude errichtet, die "Modulare Versuchseinrichtung für energetische und raumklimatische Untersuchungen", kurz VERU. "Wir untersuchen vor allem, wie sich verschiedene Fassadensysteme und Anlagentechniken auf das Klima der einzelnen Räume auswirken", erklärt Herbert Sinnesbichler, stellvertretender Abteilungsleiter am IBP. Wände, Zwischendecken und Dachelemente können die Forscher zum Teil herausnehmen, um Großraumbüros, mehrgeschossige Räume oder transparente Dachteile zu simulieren. Im ersten Großversuch integrierten die Forscher über 50 unterschiedliche Technologien in die zwölf verschiedenen Testräume. "Mit über 250 Sensoren ermitteln wir diverse Energieströme, die Luftfeuchtigkeiten und -geschwindigkeiten, Temperaturen und Beleuchtungsstärken", erläutert Sinnesbichler. "Zudem misst eine mit zahlreichen beheizbaren Sensoren gespickte Dummy-Puppe die thermische Behaglichkeit am Arbeitsplatz."

Im September 2004 ist das Projekt gestartet. An ihm beteiligen sich zahlreiche Industriepartner aus unterschiedlichen Bereichen wie Fassadenbau, Sonnenschutzsysteme sowie Heiz- und Raumlufttechnik. Erste, aussagekräftige Ergebnisse erwarten die Forscher für April 2005.

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