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Dämmstoffe aus Naturfasern bestehen Langzeittest

(30.10.2016) Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verlieren ihre Gebrauchs­tauglichkeit auch in einem Zeitraum von mehr als 10 Jahren nicht - zu diesem Ergebnis kommt die Handwerkskammer Münster anhand der im Demonstrationszentrum „Bau und Energie“ eingebauten Naturdämmstoffe.


Foto © FNR/Nast

Die Handwerkskammer Münster stellte ihr Demonstrationszentrum „Bau und Energie“ im Jahr 2004 fertig - siehe Baulinks-Beitrag vom 6.2.2004 sowie Bing-Maps und/oder Google-Maps. Mit dem Gebäude will die Kammer auf Baumaterialien aus nachwachsen­den Rohstoffen sowie neuartige Konstruktionen aufmerksam machen und so deren Be­kanntheit und Akzeptanz steigern.

Im Münsteraner Demonstrationszentrum wurden u.a. Dämmstoffe aus Flachs, Hanf, Zellulose, Holzspänen und Holzfaserdämmplatten verbaut und mit Messfühlern verse­hen. Die Ergebnisse nach gut 11 Jahren zeigen, dass die Wärmeleitfähigkeit der Na­turdämmstoffe über den gesamten Zeitraum nahezu konstant blieb und die eingesetz­ten Materialien für einen dauerhaften Wärmeschutz sorgen können. Feuchtemessun­gen ergaben zudem, dass sich in keiner Wand- oder Deckenkonstruktion Kondenswas­ser angesammelt hat.

Auch bei der Öffnung einzelner Bauteile wurden die Messergebnisse bestätigt: Die eingebauten Dämmstoffe wiesen hinsichtlich ihrer Beschaffenheit und ihres Zustandes durchweg positive Ergebnisse auf. Sie waren weder durchfeuchtet noch sichtbar von Schimmelpilz befallen. Auch konnten keine Beschädigungen oder Konstruktionsverän­derungen oder andere Auffälligkeiten nachgewiesen werden.

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen kommen immer noch verhältnismäßig selten zum Einsatz. Die durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass die Vorbehalte gegenüber diesen Materialien nach heutigem Kenntnisstand unbegründet sind.

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